{"id":2151,"date":"2023-08-23T12:00:00","date_gmt":"2023-08-23T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=2151"},"modified":"2023-08-22T12:56:47","modified_gmt":"2023-08-22T10:56:47","slug":"angeregte-diskussion-zum-thema-tourismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=2151","title":{"rendered":"Angeregte Diskussion zum Thema Tourismus"},"content":{"rendered":"\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; _builder_version=&#8220;4.22.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.22.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column _builder_version=&#8220;4.22.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; type=&#8220;4_4&#8243; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/wirinsulaner.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/20230810_185613x.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;4.22.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; title_text=&#8220;20230810_185613x&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.22.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<p><em>Konstruktiver Austausch zwischen Tourismusexperten: Jochen Gemeinhardt, Robert Weber, Uli Hess, Julia Carstens, Patrick L\u00fcders und Manfred Uekermann (v.l.) Foto: Andreas Hansen<\/em><strong><em><br \/><\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Gibt es Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit?<\/em><\/strong><\/p>\n<h1>Angeregte Diskussion zum Thema Tourismus<\/h1>\n<p>Der Tourismus ist f\u00fcr die Insel F\u00f6hr nicht nur der bedeutendste Wirtschaftsfaktor, durch den ein Gro\u00dfteil der Einwohner Einkommen generiert \u2013 der Tourismus hat Auswirkungen auf jeden Bewohner und auf die Insel selbst. Dies nahm nun der Ortsverband der CDU Insel F\u00f6hr zum Anlass, um zu einem Erfahrungsaustausch der Hauptverantwortlichen einzuladen. Unter Vorsitz von B\u00fcrgermeister Uli Hess (CDU), nahmen im Kaminzimmer des Wyker Kurgartensaals Wirtschafts-Staatsekret\u00e4rin Julia Carstens (CDU), Landtagsabgeordneter Manfred Uekermann (CDU), Jochen Gemeinhardt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der F\u00f6hr Tourismus GmbH (FTG), Patrick L\u00fcders, Hoteldirektor des \u00bbUpstalsboom Wyk auf F\u00f6hr, und Robert Weber, Vorstandsvorsitzender des F\u00f6hr Tourismusagenturen e.V., teil.<br \/>\u00bbDie aktuellen Zahlen der W.D.R. besagen, dass wir uns den Zahlen von 2019 n\u00e4hern\u00ab, so Moderator Uli Hess zu Beginn der Sitzung. Wo liege der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit, fragte er Staatssekret\u00e4rin Carstens, die seit etwas \u00fcber einem Jahr in Kiel im Amt und dort auch f\u00fcr den Bereich Tourismus zust\u00e4ndig ist. \u00bbDie Zahlen f\u00fcr 2022 sind rekordverd\u00e4chtig\u00ab, sagte die 33-j\u00e4hrige Politikmanagerin. \u00bbObwohl wir nicht nur mit den Folgen von Corona zu k\u00e4mpfen hatten, sondern auch mit den hohen Energiepreisen und dem Arbeitskr\u00e4ftemangel, jammern wir meines Erachtens auf hohem Niveau.\u00ab Schleswig-Holstein w\u00e4re eines der Top-Urlaubsl\u00e4nder Deutschlands. Die Tourismusstrategie d\u00fcrfe sich nicht nur auf das quantitative Wachstum beziehen, sondern m\u00fcsse ihr Augenmerk auf die Qualit\u00e4t legen. Statt sich auf Zahlen zu versteifen, m\u00fcsse es eher das Ziel sein, den Trend positiv nach vorne zu bringen.<br \/>Den positiven Trend konnten auch Hoteldirektor L\u00fcders und der Vorsitzende von 25 F\u00f6hrer Vermietungsagenturen, Robert Weber, best\u00e4tigen. Die vom Tourismusverband herausgegebenen Steigerungsraten f\u00fcr Mai 2019 beziehungsweise Mai 2022 w\u00fcrde man auf F\u00f6hr deutlich \u00fcbertreffen, sagte Weber. \u00dcberhaupt w\u00e4re das Jahr 2022 das Rekordjahr schlechthin gewesen. Im \u00bbUpstalsboom\u00ab w\u00fcrden die Zahlen des diesj\u00e4hrigen Sommers im Vergleich zum Vorjahr wohl gleichbleiben, konstatierte L\u00fcders. Was jedoch enorm angezogen h\u00e4tte, w\u00e4ren die kurzfristigen Buchungen. Dadurch w\u00fcrde die Planung in Sachen Wareneinsatz oder Personal oftmals erschwert. <br \/>Den steigenden Trend der kurz entschlossenen Buchungen sei bei besserem Wetter tats\u00e4chlich sofort bemerkbar, best\u00e4tigte FTG-Chef Gemeinhardt. 2022 w\u00e4re ein \u00bbSuper-Jahr\u00ab gewesen. Trotz Wegfalls von Sonneneck und Marienhof h\u00e4tten sich die Zahlen der \u00dcbernachtungen um vier Prozent gesteigert. F\u00fcr 2023 sch\u00e4tze er ein Minus von f\u00fcnf bis zehn Prozent im Vergleich zu 2022. Auff\u00e4llig w\u00e4re, dass die Zahl der n\u00f6tigen Reservierungen in der Gastronomie nicht so extrem sei wie im Vorjahr. Wegen Corona h\u00e4tten 30 Prozent erstmals Urlaub auf F\u00f6hr gemacht. Maximal drei Prozent davon, sch\u00e4tzt er, w\u00fcrden wiederkommen. \u00bbDas ist alles v\u00f6llig okay, wir sind auf einem guten Level.\u00ab<br \/>Der von der Insel Sylt stammende Landtagsabgeordnete Uekermann gab zu bedenken, dass der Klimawandel den K\u00fcstenschutz noch vor gro\u00dfe Aufgaben stellen werde. Die hei\u00dfen Temperaturen andernorts w\u00fcrden mit Sicherheit noch dazu f\u00fchren, dass das Klima im Norden in Zukunft noch sehr gesch\u00e4tzt werden w\u00fcrde. Wichtig sei, dass die gute Qualit\u00e4t der medizinischen Versorgung erhalten bleibe. Die Rettungshubschrauber w\u00fcrden gut funktionieren. Insgesamt lebe man gut vom Tourismus, inklusive des Handwerks.<br \/>Von einer Zuh\u00f6rerin angesprochen, sie h\u00e4tte Sorge, dass man sich mit dem Zubetonieren der Insel oder dem Zubauen der Grundst\u00fccke den eigenen Ast abs\u00e4ge, auf dem man sitze, sagte B\u00fcrgermeister Hess, er sehe die Bef\u00fcrchtung mit dem Zubauen subjektiv. Schaffung von Dauerwohnungen statt Tourismus m\u00fcsse das Ziel sein. Ferner w\u00e4re es wichtig, das illegale Vermieten von Ferienwohnungen zu kontrollieren. Doch warnte er, dass man sich damit nicht nur Freunde machen w\u00fcrde. Problematisch w\u00e4re der Inselzuschlag von 50 Prozent. Auch halte er die derzeitigen 14 Euro pro Quadratmeter f\u00fcr bezahlbaren Wohnraum f\u00fcr zu hoch. Bei den Radwegen g\u00e4be es einen erheblichen Nachholbedarf. Da w\u00e4re in der Vergangenheit einiges verschlafen worden, nun seien die F\u00f6rderantr\u00e4ge jedoch gestellt. Manfred Uekermann bemerkte, dass beim Kreis in Sachen Ferienwohnungen zus\u00e4tzliches Personal zur Kontrolle eingestellt worden sei, doch w\u00fcrden die Makler bei ihm auf Sylt immer wieder neue Wege f\u00fcr Zweitwohnungsbesitzer kreieren. <br \/>Durchaus kreativ waren immer wieder die Wortbeitr\u00e4ge aus dem Publikum. Vermieter forderten eine Verbesserung der Infrastruktur, insbesondere der Marschbahn. Auch seien Autos aus anderen Bundesl\u00e4ndern viel zu lange unterwegs. Mit Kopfsch\u00fctteln w\u00fcrde man auf F\u00f6hr-Land beobachten, wie SUVs ins Naturgebiet fahren, den Strand und K\u00fcstenschutz kaputt machen und Naturtiere aufschrecken w\u00fcrden. Das Steigen des Meeresspiegels sei die logische Folge.<br \/>Staatssekret\u00e4rin Carstens meinte daraufhin, dass ihres Erachtens Naturerlebnis und Naturschutz mit den Tourismus sehr gut zusammen funktionieren k\u00f6nnten. Auf diese Weise w\u00fcrden Leute hergelockt. Wichtig sei, Wertsch\u00f6pfung ins Land zu holen, vorhandene gr\u00fcne Energie im Land zu nutzen. Manfred Uekermann f\u00fcgte hinzu, dass man Sorge tragen m\u00fcsse, den Verkehr von Containerschiffen mit ihren riesigen Mengen an Treibstoff von der Region fernzuhalten. 25 Jahre nach der \u00bbPallas\u00ab-Havarie k\u00f6nne es wegen Ebbe und Flut immer wieder zu Strandungen kommen. <br \/>Eine Zuh\u00f6rerin forderte das vermehrte Anpflanzen von Wildblumen. Nicht nur am Kreisel, sondern auch am Sandwall. Au\u00dferdem sei die Problematik des Zubetonierens ihres Erachtens hausgemacht: Wenn F\u00f6hrer zu hohen Preisen ihre Grundst\u00fccke verkaufen w\u00fcrden, m\u00fcsse der K\u00e4ufer drei H\u00e4user darauf bauen, damit die hohe Investition kostendeckend bleibe. B\u00fcrgermeister Hess gab an, dass man die Bepflanzungen auch f\u00fcr den Bau der beiden weiteren Kreisverkehre \u00bbauf dem Schirm\u00ab habe. Doch er f\u00fcgte hinzu, dass selbst f\u00fcr das Aufstellen des Weihnachtsbaums ein Vertrag habe geschlossen werden m\u00fcssen.<br \/>Ein Besucher regte an, die Vor- und Nachsaison vermehrt zu f\u00f6rdern, denn bei den Urlaubern zu dieser Zeit sei die Natur als Stellenwert wesentlich h\u00f6her, als in den zwei Sommermonaten. Die Saisonverl\u00e4ngerung sei tats\u00e4chlich ein wichtiges Thema, erwiderte Jochen Gemeinhardt. Doch sei dies auch die Zeit mit den meisten Reklamationen. Familienbetriebene Unternehmen w\u00fcrden \u00bbauf dem Zahnfleisch\u00ab gehen. Die Folge sei, dass Urlauber in der Zeit ohne Strandk\u00f6rbe, mit reduzierten B\u00e4nken und geschlossenen L\u00e4den beziehungsweise Restaurants sich als \u00bbG\u00e4ste 2. Klasse\u00ab f\u00fchlen w\u00fcrden. Daraufhin meldete sich ein Junggeselle aus dem Publikum, der sagte, er w\u00fcrde es im November h\u00e4ufig erleben, dass durchaus Restaurants ge\u00f6ffnet h\u00e4tten, doch sei er um 20 Uhr oft der einzige Gast und w\u00fcrde mit dem Wirt allein sitzen. Die Urlauber zu dieser Zeit w\u00fcrden sich scheinbar damit zufriedengeben, mit einem Buch den Abend im Ferienobjekt ihrer Wahl zu verbringen. Allgemeines wissendes Nicken in der Runde \u2026<br \/>Tats\u00e4chlich g\u00e4be es bei den Sommern der einzelnen Jahre kaum Unterschiede. Man sei stets ausgebucht, sagte Robert Weber. Wichtig w\u00e4re es daher, Urlaubszeiten auszudehnen. So w\u00fcrde man in der Nebensaison G\u00e4ste mit Gutscheinen f\u00fcr Saunabesuche oder Elektror\u00e4dern locken. \u00c4hnlich sah dies Hoteldirektor Patrick L\u00fcders. Seine Restaurants seien 365 Tage im Jahr ge\u00f6ffnet. Auch im Winter h\u00e4tte man im Hotel 250 G\u00e4ste. Neben dem Spa-Bereich w\u00fcrden Angebote geschaffen wie Mini-Konzerte, Lesungen, Musical-Dinners oder \u00bbWine &amp; Dine\u00ab. Hinzu k\u00e4me im Februar und M\u00e4rz eine Kooperation mit einem Museum. <br \/>\u00bbDazu passt unser Leitsatz: F\u00f6hr \u2013 zu jeder Jahreszeit eine Reise wert\u00ab, warf FTG-Chef Jochen Gemeinhardt treffend ein. Dies konnten sowohl die Diskutierenden auf dem Podium als auch die etwa 60 Zuh\u00f6rer gut als Schlussgedanken abnicken. Wohl wissend, dass es stets ein schmaler Grat zwischen Bewahren und Ver\u00e4ndern ist, damit der einmalige Charme und Charakter der Insel erhalten bleibt.<\/p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konstruktiver Austausch zwischen Tourismusexperten: Jochen Gemeinhardt, Robert Weber, Uli Hess, Julia Carstens, Patrick L\u00fcders und Manfred Uekermann (v.l.) Foto: Andreas Hansen Gibt es Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit? 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