{"id":2700,"date":"2023-11-29T15:11:57","date_gmt":"2023-11-29T14:11:57","guid":{"rendered":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=2700"},"modified":"2023-11-29T15:11:58","modified_gmt":"2023-11-29T14:11:58","slug":"ein-dreifaches-auf-wiedersehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=2700","title":{"rendered":"Ein dreifaches \u00bbAuf Wiedersehen\u00ab"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; type=&#8220;4_4&#8243; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/wirinsulaner.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/St.-Nicolai.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; title_text=&#8220;St. Nicolai&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.23.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><em>Ein Abschied zu dritt: Gonda Schulze, Horst Jensen und Ilke Jensen (v.l.)\u00a0 \u00a0 Foto: Andreas Hansen<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Kirchengemeinde St. Nicolai muss sich von drei Mitarbeitern verabschieden:<\/em><\/strong><\/p>\n<h1>Ein dreifaches \u00bbAuf Wiedersehen\u00ab<\/h1>\n<p>Abschied nehmen geh\u00f6rt zwar zum Leben dazu, doch er kann weh tun und manchmal auch Fragezeichen aufwerfen, wie es fortan weitergehen soll. Im Dezember verliert der Kirchengemeindekomplex am Ende der St. Nicolai-Stra\u00dfe mit Gonda Schulze, Horst Jensen und Ilke Jensen gleich drei Mitarbeiter, die \u00fcber viele Jahre dort in ihren jeweiligen T\u00e4tigkeitsfeldern eine wesentliche Rolle spielten.<\/p>\n<p>Kita-Leiterin Gonda Schulze, die 2007 zun\u00e4chst f\u00fcr ein halbes Jahr im Kindergarten als Elternzeitvertretung in der Regelgruppe anfing, machte sich dort schnell als \u00bbK\u00fcmmerin\u00ab mit einem Herzen f\u00fcr kleine und gro\u00dfe Menschen einen Namen. Gemeinsam mit Martina M\u00fcndelein-St\u00fcwe baute sie im Hause die Krippe auf und wurde Gruppenleiterin der Schmetterlingskrippengruppe. Zu Beginn der Corona-Pandemie \u00fcbernahm sie kommissarisch als Krankheitsvertretung f\u00fcr Klaudia Hobje die Leitung der Kita. Schweren Herzens erinnert sie sich an ihren \u00bbschw\u00e4rzesten Tag\u00ab, als sie Rundrufe machen musste, dass die Kita ab dem folgenden Montag geschlossen sein w\u00fcrde. Sie bew\u00e4ltige diese schwere Zeit mit Bravour und wurde am 1. August 2021 offiziell Leiterin der Kindertagesst\u00e4tte. Engagiert, teamorientiert, stets das Miteinander im Team f\u00f6rdernd, war sie eine wichtige Verbindungsperson zwischen Kirchengemeinde und Kita. Bei Mitarbeiterbesprechungen der Kirchengemeinde berichtete sie regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Anliegen der Kita. Zum 31. Dezember hat Gonda Schulze ihren Vertrag beendet, wird jedoch \u00bbso lange ich gebraucht werde\u00ab in der Gruppe auf Minijob-Basis weiterhin arbeiten. In der neu gewonnenen Freizeit freut sich die seit 2003 auf F\u00f6hr lebende und aus Frankfurt\/Oder stammende Gonda auf sch\u00f6ne Hundespazierg\u00e4nge und gemeinsame spannende Fu\u00dfballabende mit ihrem Mann Peter.<br \/>Nach \u00fcber 40 Jahren verabschiedet sich Ende Dezember Hausmeister Horst Jensen, der in den verdienten Ruhestand geht. Und auch seine Frau Ilke Jensen wird sich dann aus dem Gemeindehaus verabschieden. Die in Toftum aufgewachsene Ilke hatte ihren aus Breklum stammenden Horst auf dem Festland kennengelernt. Ilke besuchte gerade die Erzieherschule in Nieb\u00fcll, w\u00e4hrend Horst nach einer abgeschlossenen Kfz-Lehre bei der Bundeswehr war. Dann kam der 27. Juni 1980. Horst hatte am Tag zuvor seinen Bundeswehrdienst absolviert. Es war der Tag des Umzugs auf die Insel, der Tag \u00bban dem ich ihn hier angeschleppt habe\u00ab, wie Ilke sich lachend erinnert. W\u00e4hrend Horst zun\u00e4chst bei der Firma Andreas Lorenzen als Kfz-Mechaniker anfing, freute sich Ilke Jensen, dass sie trotz damaliger Erzieherschwemme ihr Anerkennungsjahr im Evangelichen Kindergarten ableisten konnte. Drei Jahre sp\u00e4ter, am 1. Dezember 1983, fing Horst Jensen dann seinen Dienst als Hausmeister im Gemeindehaus an. \u00bbSein Haus\u00ab, wie es sich schnell herausstellte.<br \/>Horst Jensen arbeitete mit seinen Augen und Ohren. Sah alles, h\u00f6rte alles. War immer pr\u00e4sent. Dadurch hatte er viel Kontakt zu den Menschen. Er hielt das Haus innen und au\u00dfen sauber, war \u00bbdie Visitenkarte\u00ab der Kirchengemeinde. Sauberkeit war seine Mission. Pastor Menke sagte einmal, dass er gar nichts in den M\u00fclleimer vorm Haus werfen mochte, weil es innerhalb weniger Minuten schon wieder entfernt war. Hatte ein Konfirmand schmutzige Schuhe, kam der Hausmeister hinterhergerannt. Die K\u00fcche war eine Art \u00bbHeiligtum\u00ab, die niemand betreten durfte. Man munkelt, dass die Teller immer zu je zehn St\u00fcck gestapelt waren und die Henkel der Tassen alle nach rechts zeigten, aber das sind nur Ger\u00fcchte, da niemand es wirklich gesehen hat.<br \/>Ein besonderes Auge hatte Horst Jensen stets auf die Sicherheit. Wie \u00bbFort Knox\u00ab in Kentucky war das Gemeindehaus gesichert. Alle Fenster zu, T\u00fcren abgeschlossen, Sicherungen ausgestellt. Wenn man also mit vollen H\u00e4nden das Haus betreten wollte, hatte man eine kleine Aufgabe vor sich. Viele Gruppenveranstaltungen wie Yoga oder Gospel-Chor sowie Sitzungen und Feste bereitete er akribisch vor und nach. Trotz anfangs 45 Stunden in der Woche freute er sich, wenn ihn seine Frau Ilke dabei dann unterst\u00fctzte. Auch die eigenen Kinder, die am Gemeindehaus aufwuchsen, waren oft beteiligt, wenn sie beispielsweise \u00e4lteren Personen etwas auf der Fl\u00f6te vorspielen durften. Irgendwann wurde aus Ilkes steter Hilfsbereitschaft mehr, sodass sie 1992 ebenfalls angestellt wurde. Im Jahr 2002 heuerte die Erzieherin dann zudem bei der Sozialeinrichtung \u00bbFamilie im Mittelpunkt\u00ab an.<br \/>Ende Dezember kommt nun die Zeit des Abschieds. Der Dank der Kirchengemeinde St. Nicolai f\u00fcr ihre gro\u00dfe Arbeitsleistung ist Gonda Schulze sowie Horst und Ilke Jensen gewiss. Jetzt bleibt es nur, viel Gl\u00fcck, Ruhe und Entspannung im neuen Lebensabschnitt zu w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschied nehmen geh\u00f6rt zwar zum Leben dazu, doch er kann weh tun und manchmal auch Fragezeichen aufwerfen, wie es fortan weitergehen soll. 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