{"id":3412,"date":"2024-04-23T12:00:00","date_gmt":"2024-04-23T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=3412"},"modified":"2024-04-19T12:10:05","modified_gmt":"2024-04-19T10:10:05","slug":"sind-sie-eine-gute-freundin-frau-strack-zimmermann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=3412","title":{"rendered":"Sind Sie eine gute Freundin, Frau Strack-Zimmermann?"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.22.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.22.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.22.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/wirinsulaner.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/20240406_114058x-e1713521099190.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;4.25.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; title_text=&#8220;20240406_114058x&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Marie-Agnes Strack-Zimmermann im Sitzungssaal des Amtes F\u00f6hr-Amrum\u00a0 \u00a0 Foto: Andreas Hansen<\/p>\n<p><em><strong>Exklusiv-Interview fernab der Politik:<\/strong><\/em><\/p>\n<h1>Sind Sie eine gute Freundin, Frau Strack-Zimmermann?<\/h1>\n<p>Im Rahmen Ihres Europa-Wahlkampfs besuchte die liberale Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die seit 2017 f\u00fcr die FDP im Bundestag sitzt, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses ist, sich vehement f\u00fcr die Waffenlieferungen an die Ukraine einsetzt und jetzt f\u00fcr Europa kandidiert, auch Wyk auf F\u00f6hr. Andreas Hansen von \u00bbWIR Insulaner\u00ab f\u00fchrte ein exklusives Interview mit ihr und interessierte sich vor allem f\u00fcr die private Seite der Bundestagsabgeordneten \u2013 fernab der Politik.<br \/><em><\/em><\/p>\n<p><em>WIR: Herzlich Willkommen auf F\u00f6hr, liebe Frau Strack-Zimmermann. Sind Sie das erste Mal auf unserer Nordseeinsel?<\/em><\/p>\n<p>S-Z.: Ja, ich bin zum ersten Mal auf der Insel.<\/p>\n<p><em>WIR: K\u00f6nnten Sie sich vorstellen, hier einmal Urlaub zu machen?<\/em><\/p>\n<p>S-Z: Ja, das k\u00f6nnte ich \u2013 ohne Weiteres.<\/p>\n<p><em>WIR: Ich muss Sie aber warnen. Hier fahren die Urlauber Fahrrad \u2013 und nicht Motorrad. Ich wei\u00df, Sie fahren eine 1200er BMW und lieben Motorradtouren.<\/em><\/p>\n<p>S-Z (lacht): Ja, ja. Das k\u00f6nnte ich mir durchaus vorstellen, ein paar Tage hierher zu kommen, wenn es die Zeit wieder zul\u00e4sst. Dann muss man die richtige Kleidung mitbringen. Und Sie haben sch\u00f6ne Hotels hier, habe ich mir sagen lassen.<\/p>\n<p><em>WIR: Sie sind jedoch gerade eine der bekanntesten Frauen Deutschlands. Da hat es im Ausland bestimmt eher seine Vorteile, oder?<\/em><\/p>\n<p>S-Z: Es hat hier sicher seine Nachteile. Weil Sie nat\u00fcrlich nicht mehr wirklich privat sind. Jeder hat ein Handy, fotografiert mal eben aus der H\u00fcfte raus. Was anderes ist es, wenn Leute kommen: Lass uns mal eben ein Foto machen. Das ist ja eine nette Geste. Aber wenn ich vor die T\u00fcr trete, bin ich deutlich kontrollierter. Nicht dass mein Leben unkontrolliert war, aber ich w\u00fcrde in Gro\u00dfst\u00e4dten nie \u00fcber eine rote Ampel gehen. Das habe ich mir schon fr\u00fch abgew\u00f6hnt, wenn Kinder dort stehen, aber Sie wissen, was ich meine. Man wird eben doch beobachtet. Wenn ich einkaufe, gucken die Leute, was ich im Einkaufswagen habe. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Insofern ist das der Nachteil. Aber ich bin nun in die Politik gegangen. Ich m\u00f6chte nat\u00fcrlich etwas bewirken. An meiner Wiege hat man mir nat\u00fcrlich nicht gesungen, dass ich mal im Bundestag sein werde, dass ich in solch einem Ausschuss wieder aufwache, dass zeitgleich ein brutaler Krieg ausgel\u00f6st wird. Das sind ja alles so Momente, die zusammenkommen. Ich mache es aber gerne. Bin gern mit Menschen zusammen.<\/p>\n<p><em>WIR: Und jetzt auch noch Europa. Bleibt da \u00fcberhaupt noch Zeit, Freundschaften zu pflegen? Sind Sie eine gute Freundin?<\/em><\/p>\n<p>S-Z: Ja, ich bin eine gute Freundin per WhatsApp. Ich habe einen gro\u00dfen Freundeskreis und den pflege ich auch. Teile mit, wo ich bin und frage, wie es allen geht. Aber ich bin f\u00fcr Familie und Freunde wenig greifbar. Das liegt jetzt einfach am Wahlkampf, das wird sich auch wieder \u00e4ndern. Ich habe einen Mann, der das mega toll mittr\u00e4gt. Meine wirklich engen Freunde auch. Die wissen das. Es werden ja auch wieder andere Zeiten kommen. Auch meine Kinder haben da Verst\u00e4ndnis, wobei die alle erwachsen sind, also ihre Mutter jetzt auch nicht mehr ununterbrochen brauchen.<\/p>\n<p><em>WIR: Statt Rednergeschenke wie Pralinen und Blumen bitten Sie auf Ihrer Wahlkampftour um Spenden f\u00fcr den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst in D\u00fcsseldorf, dessen Schirmherrin Sie sind. Sie haben das Image einer starken Frau. Aber ich kann mir vorstellen, dass das dort Erlebte ziemlich nah an einen herangeht. Wie gehen Sie damit um?<\/em><\/p>\n<p>S-Z: Ich habe drei Kinder. Ich habe die ersten Enkelkinder. Und ich war ja sechs Jahre B\u00fcrgermeisterin in D\u00fcsseldorf und in vielen Vereinen aktiv. Auch vor 15 Jahren als B\u00fcrgermeisterin beim Kinder- und Jugendhospizdienst. Das hat mich nat\u00fcrlich besch\u00e4ftigt. Wenn Kinder mit Leben verk\u00fcrzenden Erkrankungen auf die Welt kommen. Die extrem belasteten Familien, die vielen Beziehungsprobleme. Und das ist eben ambulant. Das hei\u00dft, die gehen mit vielen Ehrenamtlichen in die Familien und k\u00fcmmern sich, dass die Kinder in ihrem Umfeld bleiben k\u00f6nnen. Bis zum letzten Tag. Ich bin dann vor sechs bis sieben Jahren gefragt worden, ob ich Schirmherrin werde. Mein Vorg\u00e4nger, der das Jahre lang gemacht hat, ist sehr alt geworden. Und dann habe ich das \u00fcbernommen. Ich versuche immer, das eine mit dem anderen zu verbinden.<\/p>\n<p><em>WIR: Die Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen ist schon immer eine genuine Aufgabe von Christen und Kirche gewesen. Sie sind gl\u00e4ubige Katholikin. Die Kirche hat in den letzten Jahren viel an Strahlkraft verloren. Wie sehr schmerzen Sie die negativen Berichte in der Presse und die Vielzahl der Kirchenaustritte?<\/em><\/p>\n<p>S-Z: Von meiner eigenen Kindheit und Jugend einmal ganz zu schweigen, schmerzt mich nicht die Folge, sondern das eigentliche Unverm\u00f6gen der Kirche, mit Schwierigkeiten und Problemen umzugehen. Zu artikulieren, einzur\u00e4umen: Das, was gelaufen ist, ist unertr\u00e4glich. Wir kl\u00e4ren das auf. Das schmerzt mich mehr. Denn die Folge davon \u2013 gerade bei jungen Menschen, die sich dann auch entfremdet f\u00fchlen \u2013 ist, dass die Kirche nicht in der Lage ist, diese Situation anzunehmen. Das finde ich eigentlich viel schlimmer. Und dadurch entsteht ja der Vertrauensverlust. Denn wenn sich heute nicht der Pfarrer \u2013 weniger der lokale Pfarrer als der Bischof \u2013 hinstellt und sagt: \u00bbSo, wir sind aktiv.\u00ab \u2013 dann wird\u2019s schwierig. Dann wird die Kirche verlieren und spielt dann auch nicht mehr die Rolle, die sie ja zentral gespielt hat. Wie Sie gerade sagten: In Krankheit, im Alter, in Einsamkeit. Ich bedaure das sehr, weil ich glaube, da ist eine gro\u00dfe Chance vertan worden. \u00dcbrigens gerade wenn Menschen alt sind, ist es wichtig, dass die Kirche da ist, ist es wichtig in den Gottesdienst gehen zu k\u00f6nnen, auch mal f\u00fcr sich zu sein, auch mal Kraft zu sammeln. Das ist sehr bedauerlich, dass das eigentlich von innen heraus ruiniert worden ist.<\/p>\n<p><em>WIR: Zum Abschluss noch etwas weniger Ernstes: Als D\u00fcsseldorferin sind Sie gro\u00dfer Karnevalsfan. Hier auf der Insel ist es anders. Hierher kommen Rheinl\u00e4nder in der Karnevalszeit, um vor dem Karneval zu fl\u00fcchten.<\/em><\/p>\n<p>S-Z (lacht): Das darf man auch. Ich sage immer: Entweder man feiert mit, oder man verschwindet. In D\u00fcsseldorf zu sein \u2013 ich lebe in der Innenstadt \u2013 und sozusagen nicht mitzumachen, sondern sich zur\u00fcckzuziehen, das geht nicht. Also entweder bin ich da und dann feiere ich mit oder ich fahre Ski und kriege es gar nicht mit. <\/p>\n<p><em>WIR: Haben Sie zum Abschluss noch einen Lieblingswitz f\u00fcr uns?<\/em><\/p>\n<p>S-Z: Einen Lieblingswitz? (lacht) Nein, das lassen wir mal lieber. Die w\u00e4ren auch nicht ganz stubenrein.<\/p>\n<p><em>WIR: Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen Ihres Europa-Wahlkampfs besuchte die liberale Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die seit 2017 f\u00fcr die FDP im Bundestag sitzt, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses ist, sich vehement f\u00fcr die Waffenlieferungen an die Ukraine einsetzt und jetzt f\u00fcr Europa kandidiert, auch Wyk auf F\u00f6hr. 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