{"id":407,"date":"2022-11-11T15:13:17","date_gmt":"2022-11-11T14:13:17","guid":{"rendered":"https:\/\/wirinsulaner.de\/wp-test\/?p=407"},"modified":"2022-11-15T10:52:50","modified_gmt":"2022-11-15T09:52:50","slug":"sprechende-grabsteine-erstrahlen-in-neuem-glanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=407","title":{"rendered":"Sprechende Grabsteine erstrahlen in neuem Glanz"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.19.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/wirinsulaner.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/20221013_161706x.jpg&#8220; title_text=&#8220;20221013_161706x&#8220; _builder_version=&#8220;4.19.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.18.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.18.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.18.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.19.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; min_height=&#8220;21.8px&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><em>Friedhofsf\u00fchrer Joachim Taege am restaurierten Grabstein eines F\u00f6hrer Gerbers<\/em><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.19.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;8px|||||&#8220; link_option_url=&#8220;mkdw.de&#8220; link_option_url_new_window=&#8220;on&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><em>Umfangreiche Restaurierungsarbeiten auf Friedhof in S\u00fcderende:<\/em><\/p>\n<h1>Sprechende Grabsteine erstrahlen in neuem Glanz<\/h1>\n<p>Die \u00bbredenden\u00ab oder \u00bbsprechenden\u00ab Grabsteine von St. Laurentii in S\u00fcderende geh\u00f6ren nicht nur zu den gro\u00dfen touristischen Attraktionen der Insel, die Grabstelen des 17. bis 19. Jahrhunderts sind wichtige Zeugen der friesischen Volkskultur. Doch durch Verwitterung, Flechtenbewuchs und Frost sind einige der Steine nicht nur nicht mehr gut lesbar, sie drohen sogar zu verfallen.<\/p>\n<p>Kirchen- und Friedhofsf\u00fchrer Joachim Taege, der sich \u00fcber Jahre geschichtlich mit den Steinen auseinandergesetzt hat, sah die dringende Notwendigkeit einer umfangreichen Restaurierung und initiierte jetzt eine grundlegende Aufarbeitung einiger dieser steinernen Zeitzeugen. Doch wer zahlt dies alles und mit welchen Steinen f\u00e4ngt man an? Nachdem sich Taege zun\u00e4chst f\u00fcr die Ver\u00e4nderungen die Zustimmungen der Kirchengemeinde, des Dezernats Bauwesen, Bau- und Denkmalpflege der Nordkirche sowie des Landesamts f\u00fcr Denkmalpflege eingeholt hatte, freute sich der ehrenamtliche Mitarbeiter von St. Laurentii, als ein Utersumer Kapit\u00e4n in Verbindung mit dem \u00bbA S\u00f6leraanjer e.V.\u00ab, einem S\u00fcderender Verein f\u00fcr Heimatpflege und Heimatgeschichte, die Finanzierung des Projekts zusicherte. Taege suchte dann einige Steine aus, die ihm kunsthistorisch als besonders wertvoll erschienen, was die Gestaltung mit Zierelementen, Bekr\u00f6nungsbildern und geschwungenen Buchstaben betrifft. Als Expertin f\u00fcr die Arbeiten vor Ort konnte die Diplom-Restauratorin Stephanie Silligmann aus Brunsbek bei Hamburg mit ihrem Team gewonnen werden.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Tage lang legte nun das aus drei Damen bestehende Restaurationsteam ein beeindruckendes Pensum zur\u00fcck. Neun Stelen auf dem Friedhof wurden zun\u00e4chst gr\u00fcndlich von Schmutz, Biofilmen und Moosen gereinigt, schadhafte Fugen wurden erneuert, Fehlstellungen an den Inschriften behoben, Risse aufgef\u00fcllt. Teilweise wurden durch die Arbeiten sogar bislang verborgene Schriften entdeckt oder neu lesbar gemacht. Um die Steine und den frischen M\u00f6rtel vor Feuchtigkeit und Sonne zu sch\u00fctzen, wurden die Stelen anschlie\u00dfend noch f\u00fcr einige Zeit durch Plastikfolien gesch\u00fctzt. An der Nordseite der Kirche sind Feldkopfsteine aus Granit (auch \u00bbArme-Leute-Steine\u00ab genannt) gereinigt worden, daneben wurden 18 rote Sandsteinfliesen ges\u00e4ubert und auf eine weitere Restaurierung vorbereitet. Da sich der Flechtenbewuchs auf diesen Steinen als problematisch herausstellte, sollen erst weitere Untersuchungen durchgef\u00fchrt werden, um etwaige Sch\u00e4den zu vermeiden.<\/p>\n<p>Eine besondere Aufmerksamkeit erhielt eine Bruchstelle an der Grabplatte der 1706 verstorbenen Marrina Flor im Inneren der Kirche. Direkt vor dem Altar, an exponierter und eher f\u00fcr Geistliche bestimmter Stelle, ist die \u00bbMutter Theresa\u00ab von St. Laurentii mit ihren drei Kindern begraben. Die aus Bredstedt stammende Frau des damaligen Diakons Paul Flor genoss ein hohes soziales Ansehen, stellte unter anderem um 1670 am Eingang der Kirche einen noch heute dort anzufindenden Opferstock auf. Auf diese Weise konnte sie durch Kollekten Bed\u00fcrftige und das Armenhaus unterst\u00fctzen. Die Grabplatte von Marrina Flor wurde zun\u00e4chst vom Restaurationsteam gereinigt und die Fuge rundherum geschlossen. Dann wurde der alte, unsch\u00f6n anzusehende Riss mit einer mineralischen Kittung neu ausgef\u00fcllt und der gelbe Sandstein anschlie\u00dfend farblich ausgeglichen. Durch die pr\u00e4zise, \u00e4sthetische Arbeit ist der Riss an der Grabplatte der verdienten Dame inzwischen deutlich in den Hintergrund ger\u00fcckt.<\/p>\n<p>In f\u00fcnf arbeitsintensiven Tagen konnte das Brunsbeker Expertenteam diverse historische Grabsteine in S\u00fcderende, an denen der Zahn der Zeit sowie Wind und Wetter genagt hatten, erfolgreich an ihren urspr\u00fcnglichen Zustand angleichen. Im kommenden Jahr sollen zus\u00e4tzlich auch farbige Grabstelen genauer ins Auge genommen werden. Aufwendige Untersuchungen sollen vorab die originalen Farben erforschen. Mit Arbeiten wie diesen werden die Verstorbenen und das Leben, das sie gef\u00fchrt haben, im wahrsten Sinne des Wortes lebendig. Dies ist umso wichtiger, da ihre Nachfahren in den meisten F\u00e4llen noch heute auf F\u00f6hr leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.19.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;360,359&#8243; posts_number=&#8220;2&#8243; show_title_and_caption=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; _builder_version=&#8220;4.19.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_gallery][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Friedhofsf\u00fchrer Joachim Taege am restaurierten Grabstein eines F\u00f6hrer GerbersUmfangreiche Restaurierungsarbeiten auf Friedhof in S\u00fcderende: Sprechende Grabsteine erstrahlen in neuem Glanz Die \u00bbredenden\u00ab oder \u00bbsprechenden\u00ab Grabsteine von St. Laurentii in S\u00fcderende geh\u00f6ren nicht nur zu den gro\u00dfen touristischen Attraktionen der Insel, die Grabstelen des 17. bis 19. 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