{"id":4472,"date":"2024-12-17T12:10:00","date_gmt":"2024-12-17T11:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=4472"},"modified":"2024-12-17T08:18:49","modified_gmt":"2024-12-17T07:18:49","slug":"bewegender-podcast-ueber-foehrer-auswanderer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=4472","title":{"rendered":"Bewegender Podcast \u00fcber F\u00f6hrer Auswanderer"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; type=&#8220;4_4&#8243; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>In deutscher und friesischer Sprache abrufbar:<\/strong><\/p>\n<p>Mai 1927: Die f\u00fcnfj\u00e4hrige Inge Ketelsen aus Oldsum zieht mit ihrer Mutter und ihren beiden j\u00fcngeren Schwestern nach Harlem, im Norden von New York City. Ihr Vater war schon einige Jahre vorher ausgewandert, hat es dort vom Milchmann zum Besitzer eines Feinkostladens geschafft. Inge spricht zu diesem Zeitpunkt noch kein Wort Englisch, nur Friesisch und Hochdeutsch. Zu dieser Zeit wohnt der achtj\u00e4hrige Hermann Rickmers noch auf F\u00f6hr. Auch er wird nach Harlem ziehen. Die beiden werden ein Paar, heiraten im New Yorker Ortsteil Queens im Juni 1944. <br \/>Soweit die Love Story, doch es ist das Drumherum, das gelebte Leben in jener Fremde, die zur Heimat wird, das den Podcast \u00bbF\u00f6hr nach New York \u2013 Eine Auswanderergeschichte\u00ab so faszinierend macht. Die Geschichte ist ein Prototyp, der sich auf viele F\u00f6hrer Familien dieser Zeit \u00fcberst\u00fclpen l\u00e4sst. Vielen Insulanern, die den Podcast h\u00f6ren, f\u00e4llt es entsprechend leicht, sich in das aufgezeigte Leben hineinzuversetzen. Da ist der F\u00f6hrer und Amrumer Kranken- und Unterst\u00fctzungsverein von 1884, der solidarisch Hilfe im Krankheitsfall bietet. Da ist die Weltwirtschaftskrise von 1929. Da ist der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Da ist der Einzug in den Krieg als GI gegen die ehemaligen Landsleute. Da ist die R\u00fcckkehr nach F\u00f6hr.<br \/>Die Lebensgeschichte von Inge und Hermann Rickmers ist ein Symbol f\u00fcr viele andere Geschichten, die nicht erz\u00e4hlt worden sind. Ihr Enkel, der Musiker und Produzent Bente Faust, hatte oft mit seiner Oma dr\u00fcber gesprochen und einige dieser Gespr\u00e4che aufgezeichnet. Bereits durch ein Buch \u00fcber seinen Urururopa, Kapit\u00e4n J\u00fcrgen Rickmers, hatte Bente Faust im vergangenen Jahr f\u00fcr Aufsehen gesorgt. Da diesmal die friesische Sprache eine wichtige Rolle spielen sollte, wandte sich Faust mit seiner neuen bunten Idee an die Ferring Stiftung. Diese sorgte daf\u00fcr, dass die Friesenstiftung des Landes Schleswig-Holstein ihre Unterst\u00fctzung zusicherte, sodass das Projekt schnell Fahrt aufnahm. Bente Faust forschte flei\u00dfig im Alkersumer Archiv. Gemeinsam mit seinem Freund, dem Journalisten Daniel Hautmann, mit dem er in Hamburg das Audio-Label \u00bbHonig &amp; Gold\u00ab betreibt, wurde St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck der Text ausgearbeitet. Das Weltgeschehen wurde mit eingebracht, was dem Ganzen Tiefe verlieh. Stets wurden dabei R\u00fcckmeldungen aus Alkersum eingeholt. Der NDR kam hinzu, weshalb die Reichweite wesentlich erweitert werden konnte. Als der Rohbau der hochdeutschen Version samt Hintergrundger\u00e4uschen stand, wurde das Skript im Sommer zus\u00e4tzlich ins Friesische \u00fcbersetzt. Und gewann dadurch in gro\u00dfem Ma\u00dfe. Auf diese Weise wurde vieles authentischer. Beispielsweise bei der Abschiedsszene am Kai, als Hermann Rickmers in den Krieg in Richtung Normandie zieht, wurde damals mit Sicherheit nicht Englisch, auch nicht Hochdeutsch, sondern Friesisch gesprochen. <br \/>Der in der ARD-Audiothek seit Anfang November verf\u00fcgbare Podcast ist in Windeseile ein gro\u00dfer Erfolg geworden. T\u00e4glich erh\u00e4lt Bente Faust R\u00fcckmeldungen von H\u00f6rern aus verschiedenen Teilen Deutschlands, die der Podcast ber\u00fchrt hat. Doch neben diesen pers\u00f6nlichen Emotionen, zeigt \u00bbF\u00f6hr nach New York\u00ab zus\u00e4tzlich deutlich auf, dass es Migration, dass es Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge schon immer gegeben hat.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mai 1927: Die f\u00fcnfj\u00e4hrige Inge Ketelsen aus Oldsum zieht mit ihrer Mutter und ihren beiden j\u00fcngeren Schwestern nach Harlem, im Norden von New York City. 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