{"id":6184,"date":"2026-01-13T12:00:00","date_gmt":"2026-01-13T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=6184"},"modified":"2026-01-15T08:48:56","modified_gmt":"2026-01-15T07:48:56","slug":"nachruf-auf-die-schweinegilde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=6184","title":{"rendered":"Nachruf auf die Schweinegilde"},"content":{"rendered":"\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<p><em>Beim Auftritt des DJ-\u00d6tzi-Doubles gab es Polonaisen und tanzten die Leute auf den Tischen.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Leserbrief von Jann Martensen:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Eigentlich sollte der n\u00e4chste Schweineball, einer der traditionellsten und beliebtesten B\u00e4lle auf der Insel, am 7. M\u00e4rz wieder in \u00bbKr\u00f6gers D\u00f6rpskrog\u00ab in Oevenum stattfinden. Es w\u00e4re der 97. gewesen. Doch auf der letzten Jahreshauptversammlung der Schweinegilde, die nur noch als alleiniges Vereinsziel die Ausrichtung des Schweineballs hatte, wurde beschlossen, die Gilde aufzul\u00f6sen. Unter anderem mangels Engagement der Mitglieder, wie es hie\u00df. Was ebenfalls das Ende des Schweineballs bedeutete, zum Bedauern vieler F\u00f6hrer. Besonders derer, die die rauschenden Balln\u00e4chte noch gut in Erinnerung haben. Auch Jann Martensen, der Sohn des langj\u00e4hrigen Vorsitzenden Jens Martensen, zeigte sich entt\u00e4uscht und hat in einem Leserbrief an \u00bbWIR Insulaner\u00ab einen Nachruf auf die Schweinegilde verfasst:<\/p>\n<p><em>1989 \u00fcbernahm Jens Martensen den Vorsitz der Schweinegilde von seinem Nachbarn Jan von Dohlen, der diesen seinerseits seit 1972 inne hatte. Zu diesem Zeitpunkt konnte die Gilde auf 50 Mitglieder verweisen. Durch viel pers\u00f6nlichen Einsatz fand der Ball 1990 dann zusammen mit 20 Mitgliedern des Kleingartenvereins im Saal des damaligen \u00bbColosseum\u00ab statt. Wie immer mit reichlich Manhattan, Blasmusik und dem obligatorischem Gr\u00fcnkohlessen.<\/em><\/p>\n<p><em>Jahr f\u00fcr Jahr ging es mit viel Elan bergauf, sodass in den 90er Jahren und Anfang der 2000er die Nachfrage so gro\u00df war, dass es manchmal eine Warteliste gab. Mehr als 223 Besucher gingen trotz zus\u00e4tzlicher Belegung in den damaligen Katakomben, wo sich sonst die Garderobe dieses legend\u00e4ren Veranstaltungsorts befand, nun wirklich nicht hinein. Sogar das Fernsehen kam und auch die Kurverwaltung zeigte auf einmal Interesse, denn es kamen Besucher von weit her, um am gr\u00f6\u00dften Ball des Jahres auf F\u00f6hr teilzunehmen!<\/em><\/p>\n<p><em>Der Kartenvorverkauf wurde im Gesch\u00e4ft in der Mittelstra\u00dfe von Jens Martensen (Juwelier am Rosenbeet) durchgef\u00fchrt. Zettel um Zettel mit dem Sitzplan wurden ausgef\u00fcllt, um allen gerecht zu werden. Was nicht immer einfach war, denn nicht abgeholte Karten, Krankheit oder ein pl\u00f6tzlich auftretender Urlaub brachten so manchen Plan durcheinander. Und auch n\u00f6tige Preisanpassungen stie\u00dfen nicht immer auf Verst\u00e4ndnis. Doch ein sch\u00f6ner Ball entsch\u00e4digte alle.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Seite stand Jens Martensen ein treuer und harter Kern von Helfern und deren Frauen. Es wurde gebastelt, geschm\u00fcckt und der Saal gemeinsam mit ganz viel Flei\u00df dekoriert. Das wurde mit viel Freude gemacht, da gab es Zusammenhalt. Die Tombolapreise wurden bei der F\u00f6hrer Gesch\u00e4ftswelt eingekauft. Als Zugabe gab dann so mancher Gesch\u00e4ftsmann oder manche Gesch\u00e4ftsfrau gern noch etwas dazu. Spenden wurden also nicht eingefordert. Im Gegenteil, die Gilde unterst\u00fctzte den Handel mit dem Ball sogar. Warum ging das zuletzt nicht mehr? Fehlte es nicht nur bei den Mitgliedern an Engagement, sondern auch im Vorstand?<\/em><\/p>\n<p><em>Fr\u00fcher wurden alle jedes Jahr auch noch mit einem Stargast \u00fcberrascht. Es kamen ein Bauchredner, die Theatergruppe aus Seesterm\u00fchle, ein Comedian als Trauerredner oder das viel gefeierte Andrea-Berg- und nicht zuletzt das DJ \u00d6tzi-Double, als die G\u00e4ste davon hingerissen sogar auf den Tischen tanzten.<\/em><\/p>\n<p><em>2013 waren es 120 Ballbesucher und 2014 in der Nationalparkhalle wieder 180, wovon 100 keine Mitglieder der Schweinegilde waren. Es gab den obligatorischen Gr\u00fcnkohl von Buth und die Schmalzbrote, die Franco den Ballbesuchern traditionell um Mitternacht spendete. Nach 30 Jahren voller Hingabe, \u00fcbergaben Jens Martensen und sein immer noch harter Kern das Zepter an Thorsten Tramm aus Midlum, der sich unter seiner Federf\u00fchrung immerhin \u00fcber 151 Ballbesucher freuen konnten. Nur kurze Zeit sp\u00e4ter fand ein erneuter Vorstandswechsel statt. Andreas Hansen \u00fcbernahm die Verantwortung. 2025 waren es noch 120 Personen, die in \u00bbKr\u00f6gers D\u00f6rpskrog\u00ab feierten. Obwohl dieser, der letzte Ball hoch gelobt worden war, soll nun Schluss sein? Dass die Corona-Pandemie und die wachsende B\u00fcrokratie dieser Tradition nicht gut taten, steht ebenso au\u00dfer Frage wie das mangelnde Engagement der Mitglieder. Aber musste die Gilde tats\u00e4chlich aufgel\u00f6st werden? Musste es wirklich sein, das der 97. Ball nicht mehr stattfindet \u2013 und auch nicht der 98., 99. und 100.? W\u00e4re es nicht gut gewesen, sich zuvor einmal vom langj\u00e4hrigen Vorsitzenden und seinem harten Kern beraten zu lassen, bevor man die schwerwiegende Entscheidung, eine Tradition zu beerdigen, trifft? 30 Jahre lang lief es doch sehr gut \u2026<\/em><\/p>\n<p><em>Mein Dank gilt allen, die diesem Verein treu zur Seite standen sowie den vielen Helfern, die mit Ihrem Einsatz den Insulanern und Festl\u00e4ndern so sch\u00f6ne und feuchtfr\u00f6hliche Stunden beschert haben?<\/em><\/p>\n<p><em>Jann Martensen<\/em><br \/><em>Mittelstra\u00dfe, Wyk auf F\u00f6hr<\/em><\/p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/wirinsulaner.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Schweineball-12.jpg&#8220; title_text=&#8220;Schweineball 12&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.5&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich sollte der n\u00e4chste Schweineball, einer der traditionellsten und beliebtesten B\u00e4lle auf der Insel, am 7. 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