{"id":6950,"date":"2026-06-16T13:10:00","date_gmt":"2026-06-16T11:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=6950"},"modified":"2026-06-12T09:18:45","modified_gmt":"2026-06-12T07:18:45","slug":"oeffentliche-podiumsdiskussion-weckt-grosses-interesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirinsulaner.de\/?p=6950","title":{"rendered":"\u00d6ffentliche Podiumsdiskussion weckt gro\u00dfes Interesse"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; type=&#8220;4_4&#8243; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><em>F\u00fchrten einen regen Austausch mit dem Publikum: Jochen Gemeinhardt (FTG), Stefan Borgmann (TA.SH), Annabell Kr\u00e4mer (MdL) und Uli Hess (B\u00fcrgermeister Stadt Wyk) (v.li.)\u00a0 \u00a0 \u00a0Foto: Stadt Wyk Andreas Hansen<\/em><\/p>\n<p>Eigentlich h\u00e4tte die Veranstaltung im gem\u00fctlichen Kaminzimmer stattfinden sollen, doch die Wellen des allgemeinen Interesses schlugen schnell hoch, sodass der gro\u00dfe Kurgartensaal als Veranstaltungsort gew\u00e4hlt wurde. Gut so, denn das Thema Tourismus lockte rund 10 Insulaner und G\u00e4ste an.<br \/>Zu der Podiumsdiskussion \u00bbQuo Vadis \u2013 Tourismus auf F\u00f6hr\u00ab hatten die Organisatoren Sybille Rotermund und Klaus Pott von der FDP F\u00f6hr-Amrum geladen, betonten zu Beginn jedoch ausdr\u00fccklich, dass es sich um keine Werbeveranstaltung der Partei handle, sondern um ein Thema, das alle anginge, hei\u00dft es in der Pressemitteilung.<br \/>\u00bbWeniger G\u00e4ste bedeuten weniger Kunden, weniger Umsatz und auch weniger Gewinn\u00ab, sagte Sybille Rotermund zur Er\u00f6ffnung der Podiumsdiskussion, zu der die Landtagsabgeordene Annabell Kr\u00e4mer, auch Tourismussprecherin der FDP, Stefan Borgmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der TA.SH, Jochen Gemeinhardt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der F\u00f6hr Tourismus GmbH (FTG), und Wyks B\u00fcrgermeister Uli Hess, auch Verbandsvorsteher des Tourismus-Zweckverbands F\u00f6hr, geladen waren.<br \/>Die Vorstellungsrunde begann der in Leck geborene und in seiner Jugend oft auf F\u00f6hr zu Fu\u00dfballspielen angereiste Stefan Borgmann als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH (TA.SH). Der f\u00fcr die Vermarktung von Reisenden und Gesch\u00e4ftsreisenden im n\u00f6rdlichsten Bundesland verantwortliche Borgmann erarbeitet gerade eine neue Firmenstrategie, f\u00fcr die er alle Tourismuschefs und Entscheider des Landes unter anderem in Sachen Digitalmanagement, und Nachhaltigkeit befragt.<br \/>Annabell Kr\u00e4mer hatte die Zeit vor der Veranstaltung bereits genutzt, um sich zwei Stunden lang vor Ort einen Eindruck zu verschaffen. Die auch im Bereich Finanzen eingebundene Landtagsabgeordnete betonte, dass der Tourismus ein \u00bbunfassbar wichtiger Wirtschaftszweig\u00ab f\u00fcr Schleswig -Holstein sei. Doch Tourismus funktioniere nur mit den Anwohnern. Tourismus brauche Akzeptanz.<br \/>Der seit elf Jahren die FTG anf\u00fchrende und f\u00fcr die Bereiche Touristinformation, Marketing und Veranstaltungen verantwortliche Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Jochen Gemeinhardt erkl\u00e4rte, dass es im vergangenen Jahr knapp 900 FTG-Veranstaltungen gegeben habe. Davon viele Kinderanimationen, da man sich nach wie vor als Familieninsel gebe. Im Jahr 2025 habe man 4,6 Prozent mehr Ank\u00fcnfte und 1,9 Prozent mehr \u00dcbernachtungen verzeichnet. Doch die Urlauber w\u00fcrden immer k\u00fcrzere Urlaube buchen. Dementsprechend brauche man immer mehr Urlauber, um die \u00dcbernachtungszahlen halten zu k\u00f6nnen. Spontanurlaube h\u00e4tten deutlich zugenommen. Prognosen seien immer schwierig, doch werde viel Online-Werbung betrieben. Im Vorjahr habe man allein 20 Millionen Facebook-Aufrufe verzeichnet. W\u00fcnschenswert f\u00fcr die Zukunft w\u00e4re ein Indoor-Bereich f\u00fcr Kinderveranstaltungen.<br \/>Wyks B\u00fcrgermeister Uli Hess vertrat vor Ort den Tourismus-Zweckverband und somit die Dachorganisation aller Kommunen auf F\u00f6hr. Der Verbandsvorsteher, der entsprechend den administrativen Bereich vertritt, der die Tourismusgelder verteilt, gab zu bedenken, dass das Thema Finanzen die Insel st\u00e4ndig besch\u00e4ftigen w\u00fcrde. Was k\u00f6nnen wir uns leisten? Was m\u00fcssen wir uns f\u00fcr den Tourismus leisten k\u00f6nnen? Zu 95 Prozent lebe man auf der Insel vom Tourismus. Stillstand sei letztendlich R\u00fcckschritt. Dies k\u00f6nne man unterstreichen.<br \/>Einleitend zur Veranstaltung wurde zun\u00e4chst grunds\u00e4tzlich \u00fcber den Tourismus gesprochen. Ein gro\u00dfes Thema ist derzeit die neue \u00dcbernachtungssteuer in Schleswig-Holstein. St\u00e4dte wie Kiel und Schleswig haben angek\u00fcndigt, jeweils 5 Prozent auf den \u00dcbernachtungspreis aufzuschlagen. In Flensburg sind es gar 7,5 Prozent. Doch w\u00e4hrend diese Steuern direkt in den Landeshaushalt einflie\u00dfen, gaben Stefan Borgmann und Annabell Kr\u00e4mer an, d\u00fcrfen Orte, die eine B\u00e4derregelung haben, eine Kur- oder G\u00e4steabgabe verlangen, die dann direkt in die touristische Infrastruktur vor Ort flie\u00dft.<br \/>Bevor das Publikum seine Gelegenheit erhielt, Fragen zu stellen, fragten Sybille Rotermnd und Klaus Pott kurz die geladenen Teilnehmer, ob der Begriff \u00bbFriesische Karibik\u00ab noch zeitgem\u00e4\u00df sei. Dazu erkl\u00e4rte Jochen Gemeinhardt, dass dieser entsprechend einer Umfrage nach wie vor Interesse wecke. Man habe aber derzeit auch nicht das Geld, mit einer Agentur zusammen einen neuen Slogan einzuf\u00fchren.<br \/>-Der anstehende Umbau der Jugendherberge wurde von B\u00fcrgermeister Hess sehr gelobt. Dies bedeute mehr G\u00e4ste in einer attraktiven Lage. Das energetische Konzept mit einer Steigerung der Zimmer- und Bettenanzahl sowie die durchdachte Ausstattung mit teilweise eigenen K\u00fcchen sei sehr \u00fcberzeugend.<br \/>In der darauffolgenden Fragestunde zeigte sich gleich, dass sich das Publikum an diesem Nachmittag in einen gleichm\u00e4\u00dfigen Mix aus Ur-Insulanern, Neu-Insulanern, Zweitwohnungsbesitzern und Urlaubern aufteilte. Auf das Monieren der Leerst\u00e4nde an Gesch\u00e4ften in der Wyker Innenstadt und der R\u00fcckgang an Fischl\u00e4den und Restaurants angesprochen, entgegnete B\u00fcrgermeister Hess, dass eine Kommune keinen Einfluss auf Mieten und Pachten habe. Ein wichtiger Schritt, um das oft fehlende Personal in der Gastronomiebranche zu locken, sei der derzeitige kommunale Bau von 46 Dauerwohnungen in Wyk zu einem g\u00fcnstigen Quadratmeterpreis. Stefan Borgmann f\u00fcgte hinzu, dass Personalmangel in dieser Branche ein landesweites Problem sei, denn in Schleswig-Holstein w\u00fcrden \u00fcber 1.000 K\u00f6che fehlen. <br \/>Generell sei es n\u00f6tig, F\u00f6hr als Ganzjahresdestination zu etablieren, sagte Sybille Rotermnd. Dies sei f\u00fcr jedem Arbeitgeber von gro\u00dfem Interesse. Jochen Gemeinhardt f\u00fcgte hinzu, dass das \u00bbUpstalsboom\u00ab ein gutes Beispiel daf\u00fcr w\u00e4re, wie mit eigener Kraft durch interessante Angebote auch in den Randzeiten erfolgreich gewirtschaftet werden k\u00f6nne. Erkl\u00e4rend meinte Annabell Kr\u00e4mer hinzu, dass in diesem Jahr der R\u00fcckgang an Buchungen landesweit bei 9 Prozent liege. Besonders aufgrund der geopolitischen Lage seien die Menschen zur\u00fcckhaltender. Zudem sei eine Woche \u00c4gypten oftmals g\u00fcnstiger als eine Woche F\u00f6hr.<br \/>Ob auf dem Podium oder im Publikum: Mit jeder Minute machte sich eine Aufbruchstimmung breit. Einhellig wurde dieser Austausch als \u00bbl\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig\u00ab anerkannt. Endlich k\u00f6nne man einmal gemeinsam \u00fcber Dinge reden. B\u00fcrgermeister Hess lobte: \u00bbEs kommt das zur Sprache, was dem einen oder anderen schon lange auf der Seele liegt.\u00ab Nun m\u00fcsse man eine Form finden, wie dieser Austausch in regelm\u00e4\u00dfigen Intervallen wiederholt werden k\u00f6nne, damit der Kontakt zur Bev\u00f6lkerung nicht verloren gehe. Stefan Borgmann gab an, es sei grunds\u00e4tzlich Teil des Stadtmarketing Interessengruppen zu gr\u00fcnden. So k\u00f6nnten kleinere und gr\u00f6\u00dfere Projekte entstehen. Uli Hess versprach, man werde sich m\u00f6glichst schnell wiedertreffen. Er wies aber auch darauf hin, dass trotz der vielen \u00f6ffentlichen politischen Veranstaltungen selten mal \u00d6ffentlichkeit da sei und f\u00fcgte hinzu: \u00bbWir sind in der Theorie nicht schlecht. Was uns manchmal fehlt sind die Macher oder Macherinnen. Daran scheitern wir. Und was wir zus\u00e4tzlich brauchen, sind beschleunigte Verfahren, um Projekte zu realisieren.\u00ab<br \/>Eine Urlauberin forderte mehr Flexibilit\u00e4t seitens der Vermieter. Statt immer nur von Dienstag zu Dienstag oder Mittwoch zu Mittwoch zu vermieten, m\u00fcsse da deutlich mehr Spielraum f\u00fcr den interessierten Gast sein. Ein Gesch\u00e4ftsmann im Publikum forderte grunds\u00e4tzlich mehr Mut, Dinge einmal auszuprobieren. Man solle auch mal junge Leute einfach machen lassen. Und er forderte ein, dass vermehrt auf die Gesch\u00e4ftsleute zugegangen und gefragt werde: M\u00f6chtest Du Dich einbringen? Eine Art Stadtk\u00fcmmerer f\u00fcr Gewerbetreibende w\u00e4re da vielleicht w\u00fcnschenswert. Ein neuer Vorstand der DEHOGA F\u00f6hr berichtete , dass man bereits in einem guten Austausch mit dem Ordnungsamt, der Stadt und auch der FTG sei. Seitens der DEHOGA sei man interessiert, wieder Muscheltage oder Lammtage zu etablieren. Doch auch da sei man auf Unterst\u00fctzung angewiesen.<br \/>\u00bbDie Nachricht ist klar angekommen\u00ab, res\u00fcmierte FTG-Chef Gemeinhardt und versprach, einen regelm\u00e4\u00dfigen Austausch zu f\u00f6rdern. B\u00fcrgermeister Hess f\u00fcgte hinzu: \u00bbDie Dialogbereitschaft ist gegeben. Der Tourismuszweckverband ist aufgefordert, alle Interessen der Insel zu b\u00fcndeln.\u00ab Das Inselmarketing werde in Zukunft von den beiden neuen Stadtk\u00fcmmerern begleitet. Nun hei\u00dfe es, nicht an alte Zeiten anzukn\u00fcpfen, sondern ver\u00e4nderte Zeiten inklusive Ganzjahrestourismus zu bespielen. Die Vermieter seien aufgefordert, ihren Buchungszeitraum anzupassen. \u00bbWir haben einen Strau\u00df von Themenstellungen\u00ab.<br \/>Auch Sybille Rotermund und Klaus Pott freuten sich \u00fcber den Erfolg ihrer Veranstaltung: Die Qualit\u00e4t von Fragen und Antworten w\u00e4re herausragend gewesen, sagte Klaus Pott. Vieles werde bereits richtig gemacht. Die Insel verf\u00fcge \u00fcber bemerkenswerte Alleinstellungsmerkmale. Die G\u00e4ste k\u00e4men von weit her, um F\u00f6hr zu erleben. Was noch fehle, sei jetzt eine bessere Vernetzung.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/wirinsulaner.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/20260603_165949x-scaled.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; title_text=&#8220;20260603_165949x&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><em>Rund 100 Personen freuten sich \u00fcber die Gelegenheit \u201eeinmal Luft abzulassen\u201c\u00a0 \u00a0 \u00a0Foto: Stadt Wyk Andreas Hansen<\/em><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich h\u00e4tte die Veranstaltung im gem\u00fctlichen Kaminzimmer stattfinden sollen, doch die Wellen des allgemeinen Interesses schlugen schnell hoch, sodass der gro\u00dfe Kurgartensaal als Veranstaltungsort gew\u00e4hlt wurde. 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