Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

ich hoffe, Sie konnten die zurückliegende Weihnachtszeit und den Jahreswechsel besinnlich und fröhlich verbringen. Diese Tage rund um das Jahresende laden stets dazu ein, auf das Vergangene zurückzublicken und gleichzeitig neugierig und hoffentlich nicht ohne Vorfreude auf das Kommende zu schauen. Als Bürgermeister der Stadt Wyk lege ich großen Wert darauf, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner – aber auch die Gäste – an vielen schönen, modernen und funktionellen Dingen erfreuen können.
Gern beginne ich meine Aufzählung der erbrachten Verbesserungen und Verschönerungen mit den Bauarbeiten an der L214. Mit dem Bau des Kreisverkehrs an der Boldixumer Kreuzung konnte diese gefährliche Kreuzung deutlich entschärft werden. Der desolate Zustand der Strecke zwischen Wyk und Nieblum ist Vergangenheit. Sobald es der Winter zulässt, wird ab etwa Ende März an der Heymannskreuzung mit dem Bau des dritten Kreisverkehrs begonnen. Nach Fertigstellung werden wir uns noch vor Beginn der neuen Saison über einen deutlich harmonisierten Verkehrsablauf vom Hafen freuen können. Mein Dank gilt der Rücksicht und der Geduld aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer!
In Bereich Lüttmarsch konnte ein wichtiges Regenrückhaltebecken samt Pumpwerk errichtet werden. Dies gilt zum einen als vorbereitende Maßnahme für den Neubau des AQUAFÖHR – hier finden aktuell letzte Verhandlungen zum Bau des Erlebnisbads statt -, zum anderen war es eine dringend nötige Maßnahme, um auf Starkregenereignisse bestmöglich vorbereitet zu sein.
Generell wird der Katastrophenschutz uns in den kommenden Monaten und Jahren noch sehr beschäftigen. Per Gesetz sind wir für die örtliche Gefahrenabwehr zuständig und wollen auf Katastrophen unterschiedlichster Ausmaße vorbereitet sein. Die stetige Aufrüstung der Feuerwehren und die flächendeckende Wartung und Reparatur der Sirenen inselweit, ist nur der Anfang. Wir müssen uns bestmöglich auf jeden Fall der Fälle vorbereiten. Von der Einrichtung von Krisenstäben bis zur längeren Unterbringung von einer größeren Anzahl an Personen. Von der Einlagerung von genügend Sandsäcken bis hin zur Vorhaltung von Notstromaggregaten. Ich sage klar und deutlich: Die Abwehr von Gefahren kann nur in einem inselweiten Kontext erfolgen. Es ist daher erfreulich, dass wir in Sachen Katastrophenschutz in Zusammenarbeit mit dem Amt Föhr-Amrum und dem Amtsausschuss im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten auf einem sehr guten Weg sind.
Egal wo man in der Welt hinschaut: Das Leben um uns herum ändert sich gerade rasant. Viele dieser Veränderungen sehe ich durchaus als Chance. Viele technische Neuerungen nutzen wir bereits für uns und unsere Gäste. In der Stadt Wyk hat sich ein Parkbewirtschaftungssystem mit einer effizienten Nutzung per App durchgesetzt. Die Innenstadt wird vor unberechtigtem Befahren mit einer automatischen Polleranlage gesichert. In der Stadtbücherei können Bücher zurückgegeben werden, auch wenn diese geschlossen hat. Am Strand können Strandkörbe bereits von zu Hause bequem mit einem Klick gebucht werden. Und im Sportboothafen können die Liegeplatze über ein Buchungsportal digital angesteuert werden. So ist die Digitalisierung längst bei der Stadt Wyk eingezogen und leistet fortan einen wichtigen Beitrag für eine schnellere, effizientere und bürgerfreundliche Verwaltung.
Der Fortschritt lässt sich aber auch anderswo ablesen: Jedes Jahr werden unsere Spielplätze attraktiver, sicherer und haben vermehrt Inklusionsstatus. Ob beim Seiteneinstieg am Fähranleger, bei den vielen Behinderten-WCs oder beim Zugang zum Strand oder den Seebrücken: In Wyk heißt es immer öfter »barrierearm wird barrierefrei«.
Vieles konnte durch Förderungen unterstützt werden. Doch umgesetzt hat all dies in erster Linie der Bauhof der Stadt Wyk. Da waren all die vielen Ortsverschönerungen im vergangenen Jahr: Die Schilflandschaft am Fähranleger. Der Aufgang zum Nordseekurpark. Die Ausruhoase am »Langen Egon«. Diese verdienten Mitarbeiter kann ich gar nicht genug loben. Einige machen trotz verdientem Ruhestand weiter und bauen in wenigen Wochen die Südstrandbrücke wieder auf. Und dann kommen respektlose Vandalen mit ihrer wilden Zerstörungswut! All denen, die unsere Einrichtungen beschmieren, bekleben oder verwüsten, möchte ich zurufen: Auch wenn Ihr vielleicht nicht jede Einrichtung, jedes Gesetz und jede Verordnung richtig findet, so ist es trotzdem unsere Pflicht als Bürger diese zu achten und nach ihnen zu leben. Man nehme sich ein Beispiel an den sechs Schülerinnen und Schüler, die sich im November in den Jugendbeirat der Stadt wählen ließen und seitdem regelmäßig an den Ausschusssitzungen teilnehmen. Dies ist der Weg, wenn man etwas ändern oder verbessern will!
Liebe Wyker, liebe Föhrer, die Tragödie im Herbst auf dem Heymannsparkplatz hat gezeigt, wie rasant schnell sich freudige und traurige Dinge in kürzester Zeit abwechseln können. Es gibt Momente im Leben, da erscheint vieles aussichtslos und vielleicht auch sinnlos. Doch möge uns jeder Rückschritt, jeder bittere Verlust nie aus den Augen verlieren lassen, wer wir sind und was es gebraucht hat, um dahin zu gelangen, wo wir stehen. Die Stadt, die Insel und ihre jeweilige Geschichte sind unser Stolz. Unzählige waren an der Gestaltung beteiligt und sind es täglich immer noch. Viele dieser verdienten Mitmenschen haben wir verloren, doch es kommen zum Glück immer wieder neue dazu.
Bevor ich schließe, erlauben Sie mir noch ein Wort des Dankes: Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich mit einem tollen Team zusammenarbeiten kann. Ich spreche von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht nur fühlen, was richtig ist, sondern auch ein Herz für das Wohlergehen anderer haben. Dafür bin ich sehr dankbar! Die Stadt Wyk liegt in sehr guten Händen!

Herzlichst Ihr
Uli Hess
Bürgermeister der Stadt Wyk