Feierliche Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung: Schulleiter Christoph Steier, Bibliotheksleiterin Anna-Marleen Apel und Bürgermeister Uli Hess (v.li.)    Fotos: Stadt Wyk Andreas Hansen

Ein gemeinsames großes Ziel: Die Stadtbücherei Wyk auf Föhr und die Rüm-Hart-Schule haben eine partnerschaftliche Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, nach der sie zukünftig noch enger zusammenarbeiten wollen. Gemeinsam soll die Freude am Lesen bei Kindern gefördert werden, denn Leseverständnis ist ein Schlüssel zum schulischen Erfolg, heißt es in der Pressemitteilung. Es ermöglicht den Kindern, Texte flüssig zu lesen, deren Inhalt zu verstehen, sie zu nutzen und sie kritisch zu reflektieren.
»In der Vereinbarung haben die Rüm-Hart-Schule und die Stadtbücherei gemeinsame Ziele formuliert«, sagt Bibliotheksleiterin Anna-Marleen Apel. »Es ist uns wichtig, dass die Kinder regelmäßig zu uns kommen. Alle Klassen werden uns daher mindestens einmal jährlich besuchen und Medien ausleihen, wobei die Klassen 1 und 3 jeweils gezielt eine handlungsorientierte Einführung in der Bibliothek erfahren werden.«
Die Kooperation verbindet die pädagogischen Ziele der Schule mit dem Auftrag der Bibliothek, Kindern den Zugang zu Literatur und Medien zu eröffnen. Für einen bestmöglichen Austausch wird die Bibliotheksleitung regelmäßig an Lehrerkonferenzen und Elternabenden teilnehmen. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten auf Wunsch einen kostenfreien Bibliotheksausweis. Der Offenen Ganztagsschule steht ebenfalls das gesamte Portfolio an Angeboten zur Verfügung, und für das »forschende Lernen« wird die Stadtbücherei thematische Medienkisten zusammenstellen.
»Mit dieser Kooperation wollen wir bekräftigen, welchen Stellenwert das Lesen hat«, sagt Grundschulleiter Christoph Steier. »Vieles, was aufgeführt wird, passiert bereits jetzt. Wir sind in einem Gebäude, die Nähe zueinander ist einfach optimal. So können auch Schüler mal zu zweit oder dritt während des Unterrichts mit einer Aufgabe rübergeschickt werden, um Material oder Bücher zu sammeln«.
»Gerade in den Grundschulen werden die Grundlagen für Lesefähigkeit und dem Sinn entnehmenden Lesen gelegt. Wenn Kinder dann anderen Kindern erzählen, was sie gerade gern lesen, wird bei denen oft die Leselust geweckt. Doch die Konkurrenz durch andere Medien sei groß«, sagt Steier. Daher brauche man die Unterstützung der Eltern zum Beispiel beim Vorlesen am Abend, um eine emotionale Beziehung aufzubauen und zum »normalen Lesen« zu motivieren. Wenn einmal erst die Leselust geweckt sei, sei die Chance groß, dass weitergelesen werde, so der Schulleiter.
Zustimmend sagt Wyks Bürgermeister Uli Hess: »Bei aller Digitalisierung braucht man nach wie vor Wort und Schrift, um alles reflektieren zu können. Das gesamte System unserer Demokratie kann nur verstehen, wer auch lesen kann. Das oft totgesagte Buch hat nie an Bedeutung verloren.«

Vor vielen Jahren hat sich der heutige Wyker Bürgermeister persönlich an der Rüm-Hart-Schule für die Leseförderung engagiert. Gern erinnert er sich an die Zeit, als er dort regelmäßig den Kindern als Lesepate zur Verfügung stand: »Es fängt tatsächlich mit dem Jugendbuch an. Dies führt dann weiter zur klassischen Literatur.« Die jungen Leser würden in eine Welt verborgener Schätze eintauchen, aus der sie mit viel neuem Wissen wieder hervorkämen.
Rund 16.000 Medien stehen in der Wyker Stadtbücherei zur Verfügung. Dabei sind sicherlich viele Schätze, die noch entdeckt werden wollen. Die Kooperationsvereinbarung zwischen Bibliothek und Grundschule legt einen wichtigen Grundstein, um bei jungen Föhrer Schatzsuchern die Lesefreude zu wecken, die Sprachkompetenz zu fördern und die Fantasie anzuregen.

Rund 16.000 Medien stehen in der Stadtbücherei zur Verfügung