Die Ehrungen für vorbildlichen Feuerwehreinsatz waren der Höhepunkt des Abends: Kai Olufs, Lukas Olufs, Niklas Olufs, der stellvertretende Wehrführer Henning Severin, Wehrführer Timo Paulsen, Dirk Wögens, Bürgermeister Joachim Christiansen (v.l.)     Fotos: Andreas Hansen

Die Stimmung beim diesjährigen Oevenumer Feuerwehrball hätte besser nicht sein können. Rund 70 Gäste waren in »Krögers Dörpskrog« zusammengekommen, um bei Rinderbraten und Entenbrust sowie musikalischer Untermalung durch die »Bagaluten« ihre Freiwilligen Feuerwehr zu feiern.
Ein Jahr lang hatte die Feuerwehr pflichtvoll ihren wertvollen Dienst für Dorf und Umgebung geleistet. Durch regelmäßige Treffen und eine gute Organisation hatte sie sich stets bestmöglich vorbereitet, um im Ernstfall schnell zur Stelle zu sein, Brände zu bekämpfen und technische Hilfe zu leisten. »Gleich am Tag des Jugendfeuerwehrballs war der erste Einsatz fällig gewesen«, zog Wehrführer Timo Paulsen ein Jahresfazit. Doch zum Glück sei es nur zu einem Sachschaden gekommen. Mitte Mai habe es zwei größere Übungen gegeben. Kurz danach seien die Oevenumer bei einer Inselübung mit dem Föhrer Amtswehrführer als erste am Einsatzort gewesen, berichtete der Leiter der Oevenumer Feuerwehr stolz. Bei dieser Übung sei eine Großzahl an Verletzten simuliert worden, darunter auch einige schwergewichtige Personen. Des Weiteren hätte man bei einem Verkehrsunfall technische Hilfe geleistet und sei im Dezember bei einem Rauchmelder-Einsatz in Wrixum angefordert worden, da Oevenum über eine ausreichende Anzahl an Atemschützern verfüge.

Timo Paulsen nutzte die Gelegenheit, um dem Vorstand, den aktiven Feuerwehrkameraden, den unterstützenden Personen und den bei Festen helfenden Frauen und Partnerinnen zu danken. Er könne den Partnern nicht genug für all die Zeit danken, die sie zur Verfügung stellten, damit die Kameraden draußen ihren Dienst erfüllen könnten. Es folgte ein dreimaliges Hoch auf die Oevenumer Feuerwehr. Und es sollte an diesem Abend nicht das letzte gewesen sein.
Während draußen das Sturmtief Elli wütete, wurde es im Festsaal offiziell: Die Ehrungen standen an. Zunächst wurde Kai Olufs, der seit vielen Jahren im Vorstand zuverlässig die Position des Kassenwarts abdeckt und auch als Fahnenträger agiert, vom Feuerwehrmann zum Löschmeister befördert. Stolz durfte er dann mit ansehen, wie seinen Söhnen Lukas Olufs und Niklas Olufs die Jugendfeuerwehrklappen abgenommen bekamen und zu vollwertigen Feuerwehrmännern wurden.
Eine besondere Ehre kam dann Dirk »Pieper« Wögens zuteil: Bürgermeister Joachim »Aschi« Christiansen verlieh »dem fröhlichsten Menschen, den ich kenne«, wie er sagte, für 40-jährige treue aktive Pflichterfüllung das Brandschutz-Ehrenzeichen in Gold des Landes Schleswig-Holstein. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, der Oevenumer Feuerwehr mit ihren 42 aktiven Kameraden inklusive Reserve zu danken. Junge Leute würden hinzugezogen werden und Atemschützer immer gebraucht, sagte er. Und nach einem ganzen Jahr Dienst wäre es auch angebracht, einmal zu feiern. Darauf folgte der Ehrentanz für alle Geehrten und dann der bereits ersehnte Befehl »Marschbefreiung« von Wehrführer Paulsen. Die Party konnte beginnen.

»Auf Oevenums Wohlergehen, lass kein Glas stehen« schallte es durch den Saal. Die »Bagaluten« stimmten »Auf der Reeperbahn nachts um halb eins« und »Is This the Way to Amarillo« freudig an. Die Bowle floss in Strömen, es wurde geschunkelt, lustige Sketche aufgeführt und Marschwalzer getanzt. Während draußen der Wind den Schnee durch die Straßen trieb, wurde einem drinnen immer wohliger ums Herz. Oevenum weiß nicht nur zu löschen, sondern auch zu feiern.

 

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