Das Wyker Jugendzentrum Foto: Andreas Hansen
Alles, was das junge Herz begehrt. Das Angebot des Wyker Jugendzentrums kann sich wirklich sehen lassen, wie es in der Pressemitteilung heißt. »Tatsächlich sind andere Jugendzentren oft neidisch, wenn sie zu Besuch kommen«, sagt Petra Christiansen, Leiterin der städtischen Einrichtung stolz. Schon beim Betreten fällt einem ein schöner Billardtisch, ein Tischfußball und kuschlige Sitzecken ins Auge. An den Wänden sind in Regalen unzählige Bücher, Comics, CDs, DVDs und Gesellschaftsspiele übersichtlich einsortiert. Rechts daneben eine neue Küche, die die Kinder und Jugendlichen mitgeplant haben. Sie wird oft als Pausenraum und zur Mittagsbetreuung (täglich zwischen 11.30 und 15 Uhr) genutzt. Die Kinder können sich hier selbst etwas zubereiten.
Nachmittags steht das Jugendzentrum allen Kindern von 14 Uhr bis 18 Uhr offen. Schülerinnen und Schüler von der 3. Klasse bis zur 10. Klasse kommen regelmäßig vorbei. Auch in den Ferien. Dabei könnte das Angebot kaum vielfältiger sein. Während Erzieher Sven Schunke die Kinder in der Werkstatt in Holzarbeit oder Graffiti-Kunst einweist, können sie nebenan im Tischtennisraum unter sich sein. Im Keller befinden sich zwei »legendäre« Proberäume mit Musikinstrumenten. Alles Leihgaben der Kirche in Süderende.
Im ersten Obergeschoss befindet sich ein Aufenthaltsraum mit neuer Sitzgarnitur. Wo früher noch eine Theatergruppe übte, besteht heute mit Leinwand und Beamer die Möglichkeit für Kinoaufführungen. Nebenan liegt eine zweite Küche zum gemeinsamen Kochen (und Abwaschen). Im Obergeschoss darüber gibt es noch einen Raum zum Ausprobieren von Musikinstrumenten. Hier stehen sowohl Kinderschlagzeug, Percussion, Gitarre als auch eine Gesangsanlage zum Üben bereit.
Seit 2017 gibt es einen Kooperationsvertrag zwischen dem Jugendzentrum und allen Föhrer Schulen, der Stadt Wyk und dem Amt Föhr-Amrum. Seither ist das Wyker JUZ zu einer wichtigen Schnittstelle für die Schulen geworden. »Kinder finden hier eine andere Form der Anerkennung«, sagt Ingo Langhans, Schuldirektor der Eilun Feer Skuul. »Doch auch schon in den Jahren davor haben wir gute Erfolge mit der Integration sogenannter Problemfälle erzielt«, so Leiterin Petra Christiansen. »Eltern von Flüchtlingskindern informieren sich oft vorab persönlich, ob zum Beispiel die Mädchen hier sicher sind und beruhigt hergeschickt werden können,« fügt Sven Schunke hinzu.
Das wiederkehrende Wochenprogramm des Wyker Jugendzentrums (14 bis 18 Uhr) sieht wie folgt aus: Montags Nintendo-Switch-Spiele, dienstags Werkstatt (nur Offene Ganztagsschule), mittwochs Werkstatt (öffentlich), donnerstags Kochen und Backen sowie freitags Dungeons- und Dragons- sowie Pen- und Paper-Rollenspiele für Schüler und Filmnachmittag.