Der Inselposaunenchor

Eigentlich sollte vor fünf Jahren das 75-jährige Jubiläum gefeiert werden, was aus bekannten Gründen aber nicht ging. So feiert der Inselposaunenchor Föhr nun sein 80-jähriges Bestehen mit großem Programm in St. Johannis in Nieblum – mit einem Jubiläumskonzert am Sonnabend, 14. März, 18 Uhr, und am Sonntag, 15. März,
10 Uhr, einem Festgottesdienstes mit Unterstützung der Posaunenchöre im Bezirk Südtondern unter Leitung von Werner Petersen.

Zum Jubiläumskonzert am Sonnabend spielt der Inselposaunenchor seine Lieblingsstücke. Zum Festgottesdienst am Sonntag gesellen sich die Posaunenchöre aus Niebüll, Achtrup, Enge-Sande, Süderlügum und von Amrum dazu. Insgesamt werden es 60 bis 70 Bläserinnen und Bläser sein, darunter allein drei Tuben. »Dann
vibriert die Kirche«, so Jörg Schindler-Schwabedissen, der Jutta Hinrichsen in der musikalischen Leitung des Inselposaunenchors unterstützt.

Die Gründung des Inselposaunenchors geht auf die Jahre 1945/46 zurück – und zwar in Boldixum durch Pastor Henkys mit geliehenen Hörner der Feuerwehr. Geleitet wurde er anschließend immer von den Pastoren in St. Nicolai beziehungsweise St. Johannis. Auch in Süderende bildete sich eine Gruppe junger Leute, die von 1959 bis 1968 im kirchlichen Rahmen Musik machte. Nach ihrer Auflösung gingen die Instru­mente, Noten und Notenständer nach Nieblum, wo Familie Reglin die treibende Kraft war. Es folgten Pastor Walter Daniel in Boldixum und von 1980 bis 1989 Pastor Jürgen Trede, der den Posaunenchor weiter ausbaute. Allein die Tredes stellten damals sechs Bläser. 1989 übernahm Pastor Holger Asmussen die Leitung und förderte mit Unterstützung von Maike und Martin Petereit viele Jungbläser. Weiter ging es in der musikalischen Leitung mit Andreas Veith, Martin Petereit und aktuell Jutta Hinrichsen.
In seiner 80-jährigen Geschichte haben dem Inselposaunenchor über 100 Personen angehört. Zurzeit besteht er aus 14 aktiven Mitgliedern. Wobei sich ein Posaunenchor mit vielen jugendlichen Bläsern stetig im Wandel befinde, eine Herausforderung für die Leitenden, so Jutta Hinrichsen. Und dieser ist man nun mit einer Aktion begegnet. Zwölf Jungbläser, wie neue Mitglieder eines Posaunenchors jeden Alters genannt werden, haben sich daraufhin angemeldet – von der Trompete bis zur Tuba. Und diese Jungbläser wachsen nun in den Inselposaunenchor Föhr hinein. Das Repertoire ist natürlich kirchlich geprägt. »Aber es werden durchaus auch weltliche Stücke gespielt und poppige Bearbeitungen von Kirchenchorälen«, erzählt Jörg Schindler-Schwabedissen, der die Jungbläser betreut.

Ein Teil der Jungbläser mit Jörg Schindler-Schwabedissen (re.)