Der Vorstand (v.li.): Ingo Agatter (2. Vorsitzender), Sven Gauerke (Hallenwart), Margret Roock (stellvertretende Schriftführerin), Horst Roock (Hallenwart), Werner Carl (Kassenwart), Olaf Cohrs (1. Vorsitzender), Annegret Carl (Schriftführerin) und Hanno Peters (3. stellvertretender Vorsitzender)

Nicht etwa, dass im Winter Ruhe herrscht beim Sportbootclub Föhr (SCF). Doch Saison ist vom 1. April bis 31. Oktober. Mitte April gehen die ersten Boote ins Wasser und Anschippern ist Anfang Mai, wenn es zum Grillen und Feiern zum befreundeten Sylter Yachtclub nach Hörnum geht. Doch das größte Ereignis des Jahres hat der SCF bereits hinter sich. Mit 80 Mitgliedern und der Liveband »Emotion« wurde am 7. März in »Krögers Dörpskrog« in Oevenum das 50-jährige Jubiläum gefeiert.
Der Grundstein für den heutigen Sportbootclub mit den zwei Bootshallen und einem Clubraum am Wyker Yachthafen wurde auf Initiative von Christian Kurowski, damals Leiter der Grundschule in Goting, am 5. März 1976 gelegt. Insgesamt 20 Gründungsmitglieder waren daran beteiligt, wovon fünf noch heute im Verein sind: Dieter Menster, H.-J. Petersen, Kran-Dieter Petersen, Herbert Hansen und Klaus Panse. Der erste Vorstand bestand aus Christian Kurowski, Joachim Zessin und Uwe Peters.

Heute hat der Verein 126 Mitglieder, 90 aktive und 36 Fördermitglieder. 60 Motor- und Segelboote stehen über den Winter in den zwei Bootshallen, vom kleinen »Truckerboot« bis hin zur Yacht. 15 sind auswärtig untergebracht. Denn die Hallenplätze sind belegt. Man muss schon etwas Geduld haben, bis man einen bekommt und sich dafür auf einer Warteliste vermerken lassen. Und Nachwuchssorgen? Diese hat der SCF auch nicht. Allein in den vergangenen zwei Jahren sind zehn jungen Leute hinzugekommen und nehmen aktiv am Vereinsleben teil.
In seiner Jubiläumsrede zum Ball in »Krögers Dörpskrog« ließ Olaf Cohrs, seit 2020 Vereinsvorsitzender, die Vereinsgeschichte noch einmal lebendig werden: 1977 wurde die erste Halle gebaut und von 19 Mitgliedern 60.000 Mark eingezahlt, wofür sie für 20 Jahre das Nutzungerecht bekamen. Die zweite Halle wurde im Mai 1979 errichtet. »Der Richtspruch kam von Hartwig Bonken – und 190 Dosenbier, 32 Flaschen Korn und 108 Hähnchen wurden verzerrt. Die haben damals wirkliche alles notiert«, so Olaf Cohrs.
1982 wurde der Autokran vom SCF angeschafft. Der Kran, wie man ihn heute kennt, wurde erst später von der Stadt finanziert. 1993 wurde der Clubraum eingerichtet, 2001 im damaligen »Colosseum« das 25-jährige Jubiläum gefeiert und 2008 die alte Halle neu gedeckt. Noch davor, im Jahr 2000, bekommt der Clubraum, der 2018 zur Nichtraucherzone erklärt wurde, eine Heizung. Und diese war auch vonnöten, ist der Clubraum doch ein wichtiger Treffpunkt für die Vereinsmitglieder. In den Wintermonaten trifft man sich hier immer mittwochs um 18 Uhr zum Klönschnacken.
Nach der neuen Elektrik für die Hallen im Jahr 2021 wird 2022 die linke Halle neu eingedeckt. »Gerade noch rechtzeitig vor Corona, als die Preise buchstäblich durch die Decke gingen«, sagte Olaf Cohrs, der betonte, dass die Finanzen gesund seien. Besonders wichtig sei ihm aber das funktionierende Clubleben, das gute Miteinander. Und dazu trage auch das alljährliche Sommerfest mit DJ Manu immer bei, sagte er gegenüber »WIR Insulaner«.

Das Sommerfest in der Bootshalle ist einer der Höhepunkte des Jahres.

Im Winter sind sie alle belegt: Die Plätze in den zwei Bootshallen.