Rund um Föhr sind es etwa 38 Kilometer.

Es gibt eine ganze Reihe von Inseltraditionen, die bis heute bewahrt wurden und lebendig sind. Dazu gehört auch Rund-Föhr am Himmelfahrtstag: An diesem Tag gehen die Insulanerinnen und Insulaner – ausgestattet mit einer Thermoskanne Tee oder Kaffee sowie Broten – auf dem Deich und am Strand entlang rund um ihre Insel. Das sind immerhin 38 Kilometer. Dieser alten Tradition folgend, wurde Rund-Föhr vor drei Jahren von Christina Hertrich vom Hotel »Upstalsboom Wyk auf Föhr« sowie dem Föhrer Geschäftsmann Peter Boy Weber erstmals für einen guten Zweck organisiert. Und zwar zugunsten der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, die unterstützt wird von dem Moderator, Schauspieler, Entertainer, Kabarettisten und Föhr-Liebhaber Harald Schmidt. Auch an diesem Himmelfahrtstag geht es wieder los und wird ein Stück Föhrer Inselgeschichte erwandert.
Startpunkt ist um 7 Uhr an der »stattBar« von Peter Boy Weber, Westerstraße 1a in der Wyker Innenstadt. Und das – unterstützt von Sponsoren wie Edeka Knudtsen, dem Paritätischen Haus Schöneberg, Bäcker Hansen, Getränke Tadsen, dem Museum Kunst der Westküste und Thies Wieghorst (beSchriften) – ohne Anmeldung und Startgebühr. Die Strecke führt am Hafen entlang in Richtung Utersum und am Strand wieder zurück. Dafür empfehlenswert sind Wasser, Proviant und ein geeignetes Schuhwerk, wobei es unterwegs auch einige Stationen mit Wegzehrung geben wird. Endstation ist das »Up­stalsboom Wyk auf Föhr«, wo alle mit einem Kaltgetränk und einer Bratwurst empfangen werden. Und auch eine Urkunde erhalten. Letztes Jahr waren es über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Spendensumme betrug über 1.500 Euro.
»Ein bestimmtes Tempo muss nicht eingehalten werden. Jeder geht so, wie er kann«, so Christina Hertrich. Dabei sind auch Wattführer Matthias Hansen sowie Insulanerinnen und Insulaner, die das eine oder andere erklären und kleine Geschichten erzählen. Mit der App des Museums Kunst der Westküste können auf der Strecke die jeweiligen Kunstwerke digital entdeckt werden.
»Zeit zusammen verbringen, einmal um die Insel wandern oder auch nur ein Teilstück. Den Vatertag einfach mal anders begehen, mit Föhrern ins Gespräch kommen, die Natur der Insel intensiv erleben oder sich auf einem langen Spaziergang mit Feriengästen unterhalten – ganz egal ob als Familie, mit Freunden oder Kollegen«, sagt Christina Hertrich. Das sei der Sinn dieser gemeinsamen Entdeckungstour Rund-Föhr. Und natürlich die Spenden (Spendenkonto der Stiftung Deutsche Depressionshilfe: DE37 3702 0500 0003 4742 00, Verwendungszweck: rundföhr).

Über 100 Teilnehmer waren letztes Jahr dabei.