Dirk »Hücki« Hückstädt am Nieblumer Strand, wo der Abbau der 150 langen Buhne begonnen hat. »Hücki« weiß nun noch nicht, wie sich die Strömungen in dem Wassersportrevier ohne die Buhne verhalten und steht dem eigentlich skeptisch gegenüber. »Mal sehen, was passiert«, sagt er. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) wird von Mitte Mai bis Ende August im Bereich Nieblum (Strand) und Goting-Kliff an der Südküste Föhrs auf einer Länge von drei Kilometern rund 445.000 Kubikmeter Sand aufspülen. Deshalb auch der Rückbau von zwei jeweils 150 Meter langen Buhnen, die für den Küstenschutz entbehrlich sind, wie es heißt. Für den 13. Mai ist der erste Spülstoß geplant.
Als Christa und Holger Hückstädt 1977 am Strand von Nieblum eine Windsurfschule eröffneten, war diese eine der ersten in ganz Deutschland. Und auch der Föhr-Cup – 1981 zum ersten Mal veranstaltet – gehörte damals zu den ersten Sportevents dieser Art. Vom Himmelfahrtstag bis Sonnabend, vom 14. bis zum 16. Mai, wird er nunmehr zum 44. Mal veranstaltet. Dies aber unter der Regie von Dirk Hückstädt, der die Nieblumer Wassersportschule vor Jahren von seinen Eltern übernahm und auch die Geschichte des Föhr-Cups kontinuierlich weiterschrieb. Nur in der Corona-Zeit ist er zwei Mal ausgefallen.
Der Föhr-Cup sei auf der Insel nicht nur ein einmaliges sportliches Highlight, sondern auch so eine Art Familientreffen, sagt Dirk Hückstädt. Denn etliche Teilnehmer seien schon seit den 1980er Jahren dabei – neue natürlich immer wieder dazu- und dann wiedergekommen, wobei es sich anfänglich vorwiegend um Einheimische gehandelt habe. Auf sie sei auch das Sportprogramm zugeschnitten und der Föhr-Cup am Himmelfahrtstag und am Sonnabend ausgefahren worden. »War der Freitag auf der Insel doch ein ganz normaler Arbeitstag«, erklärt er.
Heute sind es nur noch eine Handvoll Insulaner, die meisten Teilnehmer kommen vom Festland und bleiben von Himmelfahrt bis zum Wochenende. Dennoch geht es freitags und sonnabends weiterhin um den Föhr-Cup im Slalom-Windsurfen: Am Donnerstag von 10.30 bis ungefähr 13.30 Uhr und am Sonnabend von 12 bis etwa 15 Uhr. Den Föhr Cup erhält nicht der Sieger, sondern ist vorgesehen für den schnellsten Lauf. Wer den Wanderpokal drei Mal hintereinander gewinnt, kann ihn behalten. »Das hat aber noch keiner geschafft«, erzählt Dirk Hückstädt. Am Freitag findet von 11.30 bis 14.30 Uhr das Stundenrennen statt. Hier gewinnt, wer in einer Stunde die meisten Runden geschafft hat.
Von Land aus ist das Sportgeschehen auf dem Wasser bestens zu beobachten. Weshalb auch die Zuschauer auf ihre Kosten kommen können. Es gibt einen Bierwagen, einen Grillstand und ein Zelt, in das man sich bei schlechterem Wetter zum Essen, Trinken und Klönen zurückziehen kann.
Anmelden zum Föhr-Cup kann man sich bis kurz vor Beginn der Sportveranstaltung bei Dirk Hückstädt unter der Rufnummer 0171-8315546 oder unter huecki@nws-foehr.de per Mail.
Save the dates
Am Sonnabend, 27. Juni, ab 18 Uhr,
veranstaltet die Nieblumer Wassersportschule eine Schlagerparty mit Thomas Strelow, Dennis Berges und Kally Thomsen (in Anlehnung an die Schlagerpartys in der Nationalparkhalle).
Am Freitag, 24. Juli,
tritt der Föhrer Singer-/Songwriter Mattis Bodersen auf.
Am Freitag, 31. Juli,
kommen zwei Mitglieder von »Snailshouse« aus der Pfalz. Viele können sich wahrscheinlich noch an die Auftritte der Gruppe in der ausverkauften Nieblumer Strandkorbhalle erinnern.
Wir werden noch darüber berichten.