Bis zum Ende des Deutsch-Dänischen Kriegs 1864 war Föhr teilweise dänisch. Westerland-Föhr gehörte zum dänischen Königreich und Osterland-Föhr zum Herzogtum Lauenburg. Hauptsächlich in der Zeit von 1842 bis 1847 war die Insel sogar die Sommerresidenz der dänischen Könige. Frederik VI. besuchte die Insel im Jahr 1824 aber schon vorher. Anlässlich seiner Föhr-Besuche wurde ihm zu Ehren eine Gedenksäule in Auftrag gegeben, die 1826 fertiggestellt und von den Rotariern nun »wiederbelebt« wurde.

 Zu finden ist die Gedenksäule an der L214 auf halber Strecke von Wyk nach Nieblum auf der rechten Seite. In den vergangenen Jahrzehnten fristete sie allerdings ein stiefmütterliches Dasein: Bis Dr. Gerd Wenner, noch bis zum regulären Wechsel am 1. Juli Präsident des Rotary Clubs Wyk auf Föhr, auf sie aufmerksam wurde und zusammen mit Hark-Ocke Hinrichsen die Initiative ergriff, diese nach nunmehr genau 200 Jahren wieder ins rechte Licht zu rücken. Nach der Planung und mithilfe der Gemeinde Nieblum ging eine ganzer Rotarier-Trupp kürzlich an die Arbeit.

Dr. Gerd Wenner stammt aus Hattingen in Westfalen und lebt seit elf Jahren ganz auf Föhr. »Wenn man auf der Insel aufgewachsen ist, nimmt man vieles als Selbstverständlich wahr. Kommt man neu hinzu, sieht man etwas breiter und entdeckt einiges ganz neu«, erklärt Dr. Wenner. Der sich deshalb auch fragte, was das wohl mit dieser Gedenksäule auf sich habe und – als er es wusste – meinte, dass diese aus geschichtlicher Perspektive wieder eine bessere Aufmerksamkeit verdiene.

»Nieblums Bürgermeister Boy Rethwisch hat unser Vorhaben von Anfang an unterstützt«, so Dr. Gerd Wenner. Was dann auch auf Gemeindevorarbeiter Norbert Clausen und seine Mitarbeiter zugetroffen habe, die zusammen mit den Rotariern kräftig mit angepackt hätten. Nicht nur, dass nach einer Idee von Hermann Hinsberger rund um die Säule eine natürliche Anlage entsteht. Auch wurde die Zuwegung an der stark befahrenen Straße gesperrt und dafür nach einem Plan von Architekt Jan Lorenzen ein Zugang über die nebenan befindliche Koppel geschaffen – mit einigen Stellplätzen für Autos und Fahrräder. Was bedeutet, dass man sich die Gedenksäule jetzt ganz ohne Stress und Gefahr ansehen kann.