Freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit: Christian Wegner (Gewerbeamt), Dominik Schultz (Leiter Ordnungsamt), Lars-Ole Buth (2. Vors. DEHOGA) und Tim Hennig (1. Vors. DEHOGA) (v.l.) 
Foto: Andreas Hansen AmtFA

Seit Ende April hat der DEHOGA Föhr einen neuen Vorstand: Am 3. Juni 2026 fand nun der Antrittsbesuch von Tim Hennig (1. Vorsitzender) und Lars-Ole Buth (2. Vorsitzender) beim Amt Föhr-Amrum statt. Dort trafen sich die neuen Vorstandsmitglieder der Verbandsvertretung mit Amtsdirektor Christian Stemmer sowie Dominik Schultz, Leiter des Ordnungsamtes, und Christian Wegner, zuständig im Amt für Gewerbeangelegenheiten.

Das Gespräch gab allen Teilnehmern die Gelegenheit, ihre jeweilige Sichtweise darzustellen, um so das gegenseitige Verständnis zu fördern, so in der Pressemitteilung. Zu Beginn wurde von Tim Hennig, der in Utersum das Hotel und Restaurant »Wasstwinj« und »Hennigs« betreibt, eine Mitteilung hinterfragt, die kürzlich in der Presse stand, dass das Ordnungsamt auf der Insel vermehrt Kontrollen durchführen wolle. Hierauf erklärten die Vertreter des Amtes, dass es eine originäre Aufgabe des Ordnungsamtes sei, Gesetze, Satzungen und von der Politik geforderte Auflagen umzusetzen. Bei Besuchen würde kontrolliert, ob beispielweise die Brandschutzauflagen umgesetzt würden, ob der Notausgang ausgeschildert und frei zugänglich seien. Wird sich an die Öffnungszeiten gehalten? Ist das Jugendschutzgesetz ausgehängt und wird dieses auch umgesetzt wird? Entspricht die Anzahl der in der Sondernutzung eingetragenen Bestuhlung noch der Realität? Diese verdachtsunabhängigen Kontrollen würden ähnlich durchgeführt, wie sie auch vom Veterinäramt des Kreises vorgenommen würden. Oftmals würde bei diesen Kontrollen auf Dinge hingewiesen werden, deren Umsetzung dann später kontrolliert werde.

Amtsdirektor Stemmer gab an, »dass auf Ordnungsverschulden selbstverständlich hingewiesen werden muss und diese gegebenenfalls auch geahndet müssen. In sicherheitsrelevanten Dingen sicherlich unmissverständlich«, doch bei geringfügigeren Missständen könne man mit Augenmaß auch mal »alle fünf gerade sein lassen.«

Dass eine auf rechtlichen Bedingungen gemeinsame Basis für alle Gewerbetreibenden bestehe, begrüßte Lars-Ole Buth, der in Boldixum einen Party- und Lieferservice betreibt. Zugleich wünscht er sich, dass gleichberechtigte Veranstaltungen inselweit ähnlich behandelt würden. Den Besuch im Amtsgebäude nutze Buth als Marktobmann des Wyker Fischmarktes, der im Juli sein 40-jähriges Bestehen feiert, nach Möglichkeiten zu fragen wie dieser auch in Zukunft attraktiv für Markttreibende – auch vom Festland – betrieben werden könne.

So wurde nach und nach ein Thema nach dem anderen gemeinsam abgearbeitet. Hotelier Hennig sprach beispielsweise Ordnungsamtsleiter Schultz auf die Kurkartenkontrollen seiner Gäste an. Schultz versicherte ihm, dass etwa 90 Prozent der Kontrollen von den Gästen verständnisvoll und kooperativ begleitet würden. Auf einer Bahnfahrt würde man schließlich auch kontrolliert werden. Gerade im Hinblick auf Tagesgäste würde die Kurkartenkontrolle zu Mehreinnahmen führen, die dem Tourismus und somit auch den Hotelgästen zugutekämen. Spontan bat Dominik Schultz an, auf einer der nächsten Versammlungen der DEHOGA Föhr allen Mitgliedern gern Rede und Antwort zu stehen.

Am Ende des Gesprächs kamen alle Akteure überein, sich regelmäßig auszutauschen. Der nächste Termin wurde für Mitte August festgesetzt. So freuten sich die beiden neuen Vorstände der DEHOGA Föhr, dass zukünftig mehr miteinander statt übereinander geredet werden werde. Auch mit der Föhr Tourismus GmbH und der Stadt Wyk würde man diese Tage ähnliche Gespräche führen. Die beiden Unternehmer sehen diese Form von Austausch als eine gute Grundlage für ihr zukünftiges Handeln.