Der derzeitige und künftige Vorstand (v.li.): Sven Bausch, Marko Reese (Vorstand), Jonas Wagenknecht, Sven Peters (Vorstand), Dirk Müller (Vorstand) und Philipp Weber

Die Vereinigte VR Bank eG bestätigte im Rahmen ihrer diesjährigen Generalversammlung auf der Fähre »MS Norderaue« den erfolgreichen Verlauf des Geschäftsjahres 2025 und leitete zugleich einen wichtigen personellen Generationenwechsel ein. Im Mittelpunkt des Interesses der zahlreich anwesenden Mitglieder stand neben den soliden Geschäftszahlen vor allem der vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats, dem Kaltenkirchener Rechtsanwalt Dr. Richter, angekündigte Ruhestand der beiden langjährigen Vorstandsmitglieder Dirk Müller und Marko Reese. Gleichzeitig wurden den Teilnehmern die Nachfolger vorgestellt. Außerdem verabschiedete die Bank mit Arno Hansen und Jost Kähler zwei verdiente Mitglieder des Aufsichtsrats, die aufgrund der satzungsgemäßen Altersgrenze ausscheiden.
Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Bernd Richter eröffnete die Generalversammlung und führte gewohnt straff durch die Tagesordnung. Der Vorstand berichtete über ein in einem weiterhin herausfordernden Umfeld solides Geschäftsjahr 2025. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, die Entwicklung der Energiepreise sowie die steigenden Zinsen prägten erneut den wirtschaftlichen Rahmen, in dem sich die Genossenschaftsbank in ihren beiden Marktgebieten auf den Inseln Föhr und Amrum sowie im Raum Kaltenkirchen bewegte.
Trotz dieser anspruchsvollen Bedingungen konnte die regional fest verwurzelte Genossenschaftsbank ihre Position weiter festigen. Die Bilanzsumme stieg im Jahr 2025 um rund 19 Millionen Euro beziehungsweise fünf Prozent auf 571 Millionen Euro. Während sich das bilanziell erfasste Kreditgeschäft mit den Kunden nur leicht verbesserte, wuchsen die Einlagen der Kunden kräftig. Auch das Eigenkapital der Bank konnte angemessen gestärkt werden. Damit verfügt die Vereinigte VR Bank eG weiterhin über eine solide Basis, um auch künftig die Kreditwünsche ihrer Mitglieder und Kunden zu erfüllen.
Aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergab sich nach Steuern ein Jahresüberschuss von rund 1,8 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlugen der Generalversammlung vor, einen Teil dieses Ergebnisses zur weiteren Stärkung der Rücklagen zu verwenden und an die Mitglieder eine Dividende von drei Prozent auszuschütten. Diesem Vorschlag folgten die anwesenden Mitglieder.

Langjährige Vorstände gehen von Bord
Besonderes Gewicht hatte in diesem Jahr der Blick auf die personelle Zukunft der Bank. Bereits in den vorangegangenen Regionalversammlungen wurde bekanntgegeben, dass die beiden Vorstandsmitglieder Dirk Müller und Marko Reese, beide auf Föhr ansässig, im Laufe der nächsten Monate planmäßig in den Ruhestand treten werden. Beide haben die Entwicklung der Vereinigte VR Bank eG und ihrer Vorgängerinstitute über viele Jahre hinweg maßgeblich mitgeprägt. Sie begleiteten den zukunftssichernden Zusammenschluss der Marktgebiete Föhr/Amrum und Kaltenkirchen und gestalteten erfolgreich den Wachstumskurs der Genossenschaftsbank in einem von großen Umbrüchen gekennzeichneten Bankenmarkt aktiv mit. »Mit Dirk Müller und Marko Reese verabschieden wir nicht nur zwei sehr erfahrene Bankmanager, sondern Persönlichkeiten, die unsere Bank mit viel fachlicher Kompetenz und großem persönlichen Einsatz geprägt haben«, würdigte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Bernd Richter die scheidenden Vorstandsmitglieder vor den anwesenden Mitgliedern.

Nachfolge aus den
eigenen Reihen
Bereits vor zwei Jahren hatte der Aufsichtsrat die Nachfolgeplanung vorausschauend eingeleitet – mit einem klaren Ziel: Kontinuität und regionale Verwurzelung sollten auch künftig die Arbeit des Vorstandes prägen. Mit Philipp Weber von Föhr in diesem Jahr und Sven Bausch aus Henstedt-Ulzburg im nächsten Jahr rücken bald zwei Führungskräfte in den Vorstand nach, die »echte Eigengewächse« der Bank sind. Das Bankgeschäft haben beide in den Vorgängerinstituten von der Pike auf gelernt und sich in unterschiedlichen Funktionen Schritt für Schritt weiterentwickelt. Sie kennen die beiden Marktgebiete, die Kundschaft und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus eigener und langjähriger Erfahrung.
»Ich empfinde es als Glücksfall für unsere Bank, dass wir mit Philipp Weber und Sven Bausch zwei Nachfolger präsentieren können, die unsere DNA im Blut haben«, betonte Dr. Richter in der Versammlung. »Sie stehen für Verlässlichkeit, Nähe zu unseren Mitgliedern und unsere klare regionale Ausrichtung. Das lässt uns für unsere Bank sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken.« Mit dem ebenfalls der Versammlung angekündigten Jonas Wagenknecht aus Kaltenkirchen, der perspektivisch in einigen Jahren in die Fußstapfen von Sven Peters treten soll, ist die nächste Generation der Führungsspitze der Bank damit insgesamt breit aufgestellt.

Wechsel im Aufsichtsrat
Auch im Aufsichtsrat kam es zu wichtigen Veränderungen. Aufgrund des Erreichens der satzungsgemäßen Altersgrenze scheiden Arno Hansen aus Midlum auf Föhr und Jost Kähler aus Henstedt-Ulzburg aus dem Gremium aus und werden nicht ersetzt. Beide hatten die Arbeit des Aufsichtsrates über viele Jahre mit großem Engagement begleitet und standen dem Vorstand als kritische, aber stets konstruktive Sparringspartner zur Seite.
Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Kirsten Tadsen von Amrum ließ die Stationen von Arno Hansen nach 27 Jahren im Aufsichtsrat noch einmal Revue passieren. Zehn Jahre davon war er sogar Vorsitzender des Gremiums beim Vorgängerinstitut Föhr-Amrumer Bank. Zu Jost Kähler berichtete Dr. Richter, dass dieser 15 Jahre dem Aufsichtsrat angehörte, damals noch bei der Kaltenkirchener Bank, drei Jahre davon als stellvertretender Vorsitzender.
»Mit Arno Hansen und Jost Kähler verlassen uns zwei Persönlichkeiten, die die Interessen unserer Mitglieder aus beiden Regionen – den Inseln und dem Festland – mit viel Fachkunde, aber vor allem immer mit dem erforderlichen Augenmaß vertreten haben«, so Dr. Richter. »Ihr langjähriger Einsatz für unsere Genossenschaft verdient unseren großen Respekt und unseren herzlichen Dank.« Die übrigen zur Wahl stehenden Mitglieder des Aufsichtsrates wurden von der Generalversammlung im Amt bestätigt, sodass Kontinuität und Erfahrung auch im verkleinerten Gremium gewahrt bleiben.
Nachdem der offizielle Teil der gut besuchten Versammlung endete, wurde zu einem warmen Büffet mit Getränken eingeladen. Gut informiert verabschiedeten sich die Teilnehmer vom Festland, die mit einem Sonderbus angereist waren, von den Insulanern. Letztere kamen in den Genuss eines flotten Heimwegs mit dem Katamaran »Adler Rüm Hart«.