Die Fly-Ins waren immer eine große Attraktion in der Geschichte des Flugplatzes.
Der 1926 gegründete Flugplatz am Südstrand von Wyk auf Föhr gehört zu den ältesten in ganz Schleswig-Holstein. Seit 100 Jahren verbindet er als Verkehrslandeplatz die Insel mit vielen Regionen, ist Landeplatz für den Rettungshubschrauber und Heimat des Luftsportclubs Föhr, der 1951 von hauptsächlich Föhrer Geschäftsleuten aus der Taufe gehoben wurde. Nachdem die Zukunft des Flugplatzes als Verkehrslandeplatz in letzter Zeit recht unsicher schien, gibt es nun etwas sehr Erfreuliches zu berichten. Am Sonnabend, 1. August, von 10 bis 18 Uhr, wird das 100-jährige Flugplatz-Jubiläum und das 75-jährige Jubiläum des Luftsportclubs ganz groß gefeiert. Erwartet zum Jubiläumsevent werden Piloten aus allen Himmelsrichtungen sowie viele fliegende Oldtimer wie beispielsweise eine Messerschmitt Bf 108 aus dem Jahr 1932 und eine Havilland Dragon Rapide mit Baujahr 1934. Die DRF-Luftrettung hat ihre Teilnahme zwar abgesagt, dafür ist aber »Northern Helicopter« mit einem Offshore-Hubschrauber aus St. Peter-Ording vertreten. Es gibt eine Glücksrad-Aktion, für die viele Geschäftsleute schöne Preise gestiftet haben, und ein Kinderprogramm mit unter anderem einer Hüpfburg. Und natürlich ist auch für Essen und Trinken gesorgt.
Bereits 1913 sei in der Gegend des heutigen Flugplatzes eine Maschine gelandet, so Marco »Gacko« Thoms, Vorsitzender des Luftsportclubs, der aktuell 44 Mitglieder zählt. Und in den 1930er Jahren, nicht lange nach der Eröffnung des Flugplatzes, habe die Deutsche Lufthansa mit der legendären JU 52 Linienflüge von Berlin, Kiel und Hamburg unternommen und Kurgäste nach Wyk auf Föhr geflogen. In einer Bilderausstellung wird die Geschichte des Flugplatzes zur Jubiläumsveranstaltung noch einmal recht eindrucksvoll dokumentiert.
Wie »Gacko« Thoms erzählt, wurden die Bestimmungen aber härter, sodass der Platz mit seinen zwei gekreuzten Start- und Landebahnen zu klein wurde für den gewerblichen Verkehr. So musste auch der »Westküstenflug«, der fast 40 Jahre lang auf dem Flugplatz Taxi- und Rundflüge angeboten hatte, seine Flugzeuge anpassen, um gewerblich fliegen zu können. Immerhin gab es in den 70er und 80er Jahre schon einmal 16.000 Starts und Landungen. In den vergangenen Jahren waren es immer – je nach Wetterlage – 3.000 bis 3.500. Wobei höhere Zahlen in Zukunft nicht ausgeschlossen sein dürften, da es für E-Flugzeuge nun auch Ladesäulen gibt.