Der Vorstand: Philipp Christiansen, Ehmi Nielsen, Finn Nissen und Lars Nissen (v.li.)
Mit den Osterlandföhrer Musikfreunden ging es in einem Umzug zur Nieblumer Strandkorbhalle, wo sich 180 Vereinsmitglieder einfanden, um das 40-jährige Bestehen von Cosmos Nieblum zu feiern. Nach einem guten Essen vom Partyservice Buth und launigen Festreden wurde das Jubiläum bis in den frühen Morgen gefeiert – mit tollen Sketchen und einheizender Musik von den »Bagaluten« und DJ Manu.
Fußball wurde schon einige Jahre vor der Vereinsgründung im Heidweg in Nieblum gespielt. Als Wögen Drewsen aus der USA zurückkehrte, machte er sich als Initiator und Gründungsmitglied stark für eine Fußballmannschaft. Am 7. Juli 1986 war es dann soweit, im damaligen »Witts´s Gasthof« in Nieblum trafen sich 14 Personen und gründeten Cosmos Nieblum. Den Namen Cosmos hatte Wögen Drewsen eingebracht, da er ein großer Fan von Cosmos New York gewesen war. Gründungsmitglieder neben Wögen Drewsen waren Nahmen Jensen, Hans Jürgen Sievers, Dennis Ketelsen, Eric Kluge, Heiko Clausen, Oluf Ketels, Bernd Clausen, Klaus Nissen, Erk Jensen, Ocke Riewerts, Uwe Nissen, Arfst Lambertsen und Jürgen Volkerts.
Wögen Drewsen war es, der damals mit dem Anliegen an die Gemeinde herangetreten war, den alten Schuppen am Fußballplatz zu einem Toilettenhaus umzubauen. Dafür mussten allerdings 30.000 Deutsche Mark aufgebracht werden. Weshalb Drewsen auf Anregung von Gründungsmitglied Arfst Lambertsen die Gemeinde um finanzielle Unterstützung bat. Und zusicherte, diesen Betrag aus dem Verkauf von Getränken und Einnahmen von Veranstaltungen vollständig zurückzuzahlen. Die Gemeinde mit dem damaligen Bürgermeister Hans Jürgen Sievers an der Spitze war bereit, dieses durchaus nicht unerhebliche Risiko einzugehen. War man doch überzeugt davon, dass der dadurch ebenfalls entstehende Gästefußball in touristischer Hinsicht eine Bereicherung für Nieblum sei. Diese Entscheidung war letztlich die Geburtsstunde von Cosmos Nieblum.
1988 wurde eine Damenmannschaft ins Leben gerufen und 1999 eine Fahne eingeweiht, die Susanne Meise mit viel Engagement hergestellt hatte. Mit den Jahren wurden auch viele Vereinsfahrten unternommen, zum Beispiel nach Emsen, Reinshagen, Mallorca, Hannover, Nürnberg und Düsseldorf, um nur einige zu nennen. Freundschaften mit anderen Vereine kamen zustande. Und Bundesligaspieler wie Rudolf Wojtowicz aus Polen, der für Leverkusen und Düsseldorf spielte, haben den Nieblumer Verein besucht. Wie auch Thomas Koch, Spieler und Trainer des Handballbundesligisten VFL Fredenbeck, der bis heute noch Stammgast ist.
Nieblums Bürgermeister Boy Rethwisch bedankte sich bei Cosmos Nieblum für die Einladung zum Fest und betonte, dass die Gemeinde auch weiterhin fest an der Seite des Vereins stehe. »Haltet euer Wort, räumt immer alles auf, engagiert euch für unsere Gemeinde und ihr seid aus Nieblum nicht mehr wegzudenken«, sagte er.
