Zum Thema Auswanderung durften im Bereich der Verpflegung auch Burger nicht fehlen.

In der Sonderausstellung »Reise in die Urzeit – Riesenhaie, Wale und Tintenfische«, die noch bis zum 1. November zu sehen ist, erweckt das Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum in Kooperation mit dem Geotanium Gettorf die urzeitliche Vergangenheit der Insel Föhr eindrucksvoll zum Leben. Nicht minder spannend war das Thema des diesjährigen Sommerfestes, zu dem das Museum gemeinsam mit dem Museumsverein Insel Föhr e.V. eingeladen hatte. Unter dem Motto »Föhrer Auswanderung« wurde an die vielen Insulanerinnen und Insulaner erinnert, die im 19. und 20. Jahrhundert in die USA – insbesondere nach New York – auswanderten.
Das speziell aufgebaute Zelt war immer sehr gut besucht, als Föhrer Auswanderer beziehungsweise ihre Nachkommen ihre persönlichen Familiengeschichten erzählten: Ob Jan Robert Hinrichsen, Pauline Höfer, Dagmar Oldsen, Sonja Barnert und Jutta Lepsien sowie Tinchen Beyer. Und Karin Boetius, die 1956 von Amrum nach New York auswanderte, wo bereits ihr Bruder mit seiner Familie lebte. Dort lernte sie ihren späteren Mann kennen: Den Föhrer Steffen Boetius. Als er nach seinem siebenmonatigen Aufenthalt in New York die Heimreise angetreten hatte, folgte sie ihm nur drei Monate später nach, um mit ihm in Wyk auf Föhr zu leben. Geheiratet wurde zuvor aber auf Amrum.

Auch das Rahmenprogramm war auf das Thema Auswanderung abgestimmt worden: Beim Goldwaschen ebenso wie beim Wäschewaschen in einer damaligen Goldgräbersiedlung, beim Balancierspiel, dem Memoryspiel »Ich packe meinen Koffer« oder auch bei der »Einwanderungsbehörde«, wo die entsprechenden Unterlagen ausgestellt wurden. Und bei den Auftritten der Utersumer Trachtengruppe und den Musikfreunden Föhr-West. Beide Gruppen haben auch einen Bezug zu New York, wo sie bereits an der German-American Steuben-Parade teilnahmen.
Natürlich war auch an das leibliche Wohl der vielen Besucher, die auch dieses Jahr zum Sommerfest gekommen waren, gedacht worden. Beispielsweise gab es Grillwurst, Stockbrot von den Pfadfindern und Kaffee und Kuchen. Und natürlich Burger.