Petra und Dierk Clausen sowie ihr Sohn Malte überreichen Elke Schultz von der Hospiz-Initiative Föhr-Amrum den symbolischen Scheck.

Midsommar-Fahren auf der Kartbahn wieder für einen guten Zweck:

1.300 Euro für die Hospiz-Initiative

Beim Midsommar-Fahren auf der Kartbahn »FöhrRing« in Wyk geht es um den guten Zweck, wird die Hälfte der Einnahmen an diesem Tag von Petra und Dierk Clausen immer gespendet. Zum achten Mal fand es jetzt bereits statt. Und wurde mit dem Geld in den vergangenen Jahren immer die Jugend beziehungsweise die Jugendarbeit auf der Insel unterstützt, konnte sich dieses Mal die Hospiz-Initiative Föhr-Amrum über die Summe in Höhe von 1.300 Euro freuen. »Weil viele auf der Insel betroffen sind oder jemanden kennen, der Unterstützung benötigt, wenn ein Partner oder jemand in der Familie im Sterben liegt«, so die Begründung des Ehepaars Clausen.

Damit es sich lohnt, wurde das Midsommar-Fahren auf der Kartbahn in diesem Jahr um einen Tag verlängert. Weil am ersten nämlich nur 43 Fahrer­innen und Fahrer gekommen waren – am zweiten immerhin 73. »Schade nur, dass wieder so wenig Föhrerinnen und Föhrer darunter waren«, bedauern die Kartbahn-Betreiber. Schließlich gehe es doch um wichtige Einrichtungen auf der Insel. Die Hälfte der Einnahmen betrug schließlich ganz genau 1.024 Euro. Dieser Betrag wurde von Petra und Dierk Clausen auf die 1.300 Euro aufgerundet.
Im September 2007 gegründet, hat die Hospiz-Initiative Föhr-Amrum derzeit über 100 Mitglieder und über 30 ausgebildete, ehrenamtliche Helfer­innen und Helfer, davon elf auf Amrum. Die ambulante Hospizarbeit bildet die Basis und den Schwerpunkt der Hospizbewegung. Durch individuelle Unterstützung versuchen die zum größten Teil ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kranken das Sterben in gewohnter Umgebung zu ermöglichen sowie ihre Angehörigen und Freunde zu entlasten. Sie begleiten sowohl die Kranken als auch die Angehörigen durch Gespräche, Besuche und andere vorher abgesprochene Hilfeleistungen.
Die Spendengelder werden für die Ausbildung und Fortbildung der Helferinnen und Helfer, für Vorträge, Supervisionen, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen genutzt. Die Ausbildung zum Hospizhelfer oder zur -helferin läuft an drei Wochenenden auf der Insel und an einem an der Nordseeakademie in Leck über ein Jahr. Die letzten Kurse gab es letztes Jahr und die nächste wieder im Jahr 2028. Eine Zusatzausbildung zur Hospizhilfe ist die Trauerbegleitung, wobei es sich hierbei um eine langjährigere Ausbildung handelt.

Im März vergangenen Jahres wurden von dem Verein die neuen Räume in der Boldixumer Straße 18 in Wyk bezogen. Kürzlich wurde auch ein neuer Vorstand gewählt: Neue 1. Vorsitzende ist Gabriela von Hollen-Heindorff, neuer 1. stellvertretender Vorsitzender Dr. Immo Borth und weiterhin 2. stellvertretende Vorsitzende Elke Schultz. Frauke Prieß ist Schatzmeisterin und Sylvia Haumersen 1. Beisitzerin. Neu gewählt wurden Hilla Holzhauer als 2. Beisitzerin und Antje Boetius als Schriftführerin.