Am 1. Januar 2025 ist das »Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsqualität im Krankenhaus und zur Reform der Vergütungsstrukturen« in Kraft getreten – sowie am 15. April dieses Jahres zudem das »Gesetz zur Anpassung der Krankenhausreform«, welches den Kliniken und Bundesländern mehr Zeit und flexiblere Übergangsfristen einräumt. Und das betrifft auch die Inselklinik Föhr-Amrum, die demnach zum 1. Januar 2028 von einem Grundversorger in eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung (süV) umgewandelt werden soll.
Nachdem sich eine Föhr-Amrumer Abordnung unter Leitung von Amtsdirektor Christian Stemmer auf den Weg zur Gesundheitsministerin nach Kiel gemacht hatte, um die Gründe darzulegen, die aufgrund der Insellage dagegen sprechen, wollen auch Kommunalpolitiker Ausnahmen durchsetzen. Außerdem hat sich nun das neugegründete Aktionsbündnis Krankenhaus Föhr-Amrum auf den Weg gemacht, all denen die Stirn zu bieten, die die Notaufnahme dieser Einrichtung und letztlich ihre ganze Existenz bedrohen. Auf Anregung des Bürgernetzwerks »Merret reicht’s Föhr« haben sich knapp 25 Insulaner getroffen, um dieses Bündnis zu gründen und erste Schritte zu besprechen.
Bei diesem Treffen waren Vertreter unterschiedlichste Bereiche der Insel dabei – und alle einte die Überzeugung, dass eine 24-stündige Notaufnahme auf Föhr unverzichtbar sei. »Den Politikern auf dem Festland fehlt schlicht die Einsicht in die Auswirkung der Insellage. Hier kann man nicht notfalls einfach ins Auto steigen, um eine andere Klinik anzusteuern,« so ein Teilnehmer. Man war sich einig, dass das Krankenhaus in seiner bisherigen Form nicht angetastet werden darf.
Auf den Inseln Föhr und Amrum müssen die Kräfte gebündelt werden, hieß es in der Pressemitteilung. Als erster Schritt werden nun die unterschiedlichsten Organisationen und Vereine auf beiden Inseln angesprochen, um sie ins gemeinsame »Aktionsbündnis-Boot« zu holen. Verschiedene weitere Möglichkeiten des Vorgehens wurden bereits besprochen. Darunter war auch die Aufnahme von Kontakten zur Insel Helgoland, der derselbe Kahlschlag droht wie Föhr.
Das Aktionsbündnis Krankenhaus Föhr-Amrum will möglichst effektiv agieren und hat sich bereits den Termin für ein weiteres Treffen gesetzt. Am Donnerstag, 29. Oktober, sollen ab 19 Uhr in der Teestube des Hauses Schöneberg in Wyk weitere Aktionen besprochen werden. Willkommen sind alle, denen die Notaufnahme und das Krankenhaus am Herzen liegt.